Magazin für zeitgemäßes Wohnen

Fokus bezahlbarer Wohnraum

Ab wann ist Wohnraum bezahlbar? Und wie lässt er sich schaffen? Diese Fragen sind für Politik, Bauwirtschaft und Wohnungssuchende derzeit von zentraler Bedeutung. Steht auf der einen Seite jemand, der sich eine Hypothek oder Miete leisten können muss, steht ihm auf der anderen Seite jemand gegenüber, der diesen Wohnraum wirtschaftlich effizient realisieren muss.

Mit steigendem Zuzug in Baden-Württemberg – ob innerdeutsch oder von außerhalb der Bundesrepublik – und sich verknappenden Flächen wird die Kluft zwischen Suchenden und Anbietern immer größer. Deswegen widmet sich die dritte Ausgabe von KONZEPT den Möglichkeiten, wie sich zusätzlicher Wohnraum schaffen lässt, von dem beide Seiten profitieren.

Aktuell ist der Handlungsdruck hoch, doch trotzdem müssen wir uns die Zeit nehmen, um auf einem hohen fachlichen Niveau darüber zu debattieren, wie wir in Zukunft leben wollen.

Markus Müller, Präsident der Architektenkammer Baden-Württemberg

Neues und neues Denken

Die Rahmenbedingungen der im Folgenden vorgestellten Projekte aus Ballungszentren sowie ländlichen Gegenden sind ganz unterschiedlich. Doch zeigen sie alle, dass es neben Innovationen auch „Neuinterpretationen“ von bekannten Herangehensweisen braucht. So veranschaulicht der Bau von unternehmenseigenen Wohnungen in Stuttgart- Feuerbach, welches Einsparpotenzial in vermeintlichen Kleinigkeiten liegt. Eine Genossenschaft aus Ulm stellt den Wert von Wettbewerben für kostengünstiges Bauen in den Fokus. Und ein Mehrgenerationenhaus im Umland Freiburgs beweist, dass der Geschosswohnungsbau auch für Familien eine gute Alternative zum Einfamilienhaus im Grünen ist. An einem Projekt zum geförderten Wohnungsbau in Pforzheim ist ablesbar, was in den vergangenen zehn Jahren zum Anstieg der Baukosten beigetragen hat. Und ein Offenburger Beispiel zeigt, wie Nachverdichtung gelingen kann.

Pro und Contra

Erstmalig dabei ist in dieser Ausgabe ein Gespräch zwischen vier Experten, die sich zur Frage, was Wohnraum (un)bezahlbar macht, an einen Tisch gesetzt haben. Sie nutzen KONZEPT damit für das, was es sein soll: Eine Plattform zum Meinungsaustausch und zur Diskussion aktueller Themen.