Magazin für zeitgemäßes Wohnen

Wertvoller Erfahrungsaustausch

Vor der Ausstellungseröffnung trafen sich in Lahr Architekten, Vertreter aus der Wohnungswirtschaft, dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau sowie eine Vertreterin der Stadt Freiburg zu einem konstruktiven Erfahrungsaustausch. Erörtert wurden zwei Fragen: "Was macht das Bauen so teuer?" und "Wie beschleunigen wir die Planungs- und Bauprozesse?"

Zur ersten Frage wurden folgende Ursachen genannt: Das Bauen machen unter anderem die Nebenkosten teurer, insbesondere weil zunehmend mehr Gutachten gefordert werden. Aber auch die Ressourcenknappheit bei allen am Bau Beteiligten, die fehlende Verlässlichkeit von Aussagen der Genehmigungsbehörden und die zunehmenden Anforderungen wie die Erdbebensicherheit treiben dieKosten in die Höhe.

Es gab aber auch Vorschläge für Kostenreduktionen: von der Befreiung des sozialen Wohnungsbaus von der Umsatzsteuer und den Genehmigungskosten bis hin zu einer Bundesbauordnung, die nur Mindestanforderungen festschreibt.

Effizientere Prozesse

Um die Planungs- und Bauprozesse zu beschleunigen, sollte unter anderem der Ämterumlauf im Genehmigungsverfahren befristet, der Bauantragsprozess digitalisiert und, um die steigende Nachbarschaftseinsprüche schneller behandeln zu können, die Personaldecke in den Regierungspräsidien aufgestockt werden. Um den Engpässen in der Bauwirtschaft entgegenzuwirken, sollten Wohnungsbauten mit mehr Vorfertigung und/oder seriell geplant werden. Offen angesprochen wurde auch die oftmals mangelnde Qualität der Bauanträge, die Verzögerungen im Genehmigungsprozess zur Folge haben.

Insgesamt stieß diese Art von Austausch zwischenden unterschiedlichen Interessensgruppen auf solch positive Resonanz, dass sogleich ein Nachfolgetreffen verabredet worden ist.

Zum Erfahrungsaustausch lud die Architektenkammer Vertreter der KONZEPT-Projekte aus den vergangenen fünf Ausgaben ein.