Magazin für zeitgemäßes Wohnen

Förderprogramme


In Gestaltungsbeiräte gut investiert

Knapp 50 Städte und Gemeinden nutzen derzeit die Möglichkeit zu externem Rat durch Gestaltungsbeiträte. Das Land Baden-Württemberg finanziert den Aufbau oder die Weiterentwicklung von Gestaltungsbeiräten sowie begleitende Öffentlichkeitsarbeit seit 2015 und hat aktuell für weitere zwei Jahre bis 2023 Mittel freigegeben. Die Antragsfrist geht bis 30. September. „Die Fördermittel sind gut investiertes Geld“, sagt Carmen Mundorff, Geschäftsführerin Architektur und Baukultur in der AKBW. „Die vielen Anfragen für einen Einsatz unseres Mobilen Gestaltungsbeirat zeigen uns, dass die Sensibilität für gebaute Umwelt in der Bevölkerung wächst, aber manchmal noch nicht so in der Politik ankommt. Oft werden die Kosten gegen einen Gestaltungsbeirat ins Feld geführt. Da setzt die Förderung erfolgreich an und ist bundesweit beispielgebend.“

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Grundstückfonds

PM Förderprogramm für nichtinvestive Städtebauprojekte ausgeschrieben

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert auch im Jahr 2021 im Rahmen der Städtebauförderung nichtinvestive Projekte der Kommunen, die in Erneuerungsgebieten die baulichen Maßnahmen ergänzen und das Zusammenleben im Quartier stärken. Das Land stellt den Kommunen im Jahr 2021 für die Förderung dieser Projekte bis zu einer Million Euro zur Verfügung. Ab sofort und bis zum 31. Oktober 2021 können die Städte und Gemeinden beim jeweiligen Regierungspräsidium fortlaufend Förderanträge für nichtinvestive Projekte stellen, die in einem in das Städtebauförderungsprogramm aufgenommenen Sanierungsgebiet liegen. Gefördert werden Projekte, die beispielsweise zur Betreuung von Kindern und Jugendlichen in der Freizeit, zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und älteren Menschen am Leben im Quartier und zur Stärkung der bedarfsgerechten Nahversorgung beitragen.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg


Das Zusammenleben stärken

Die Städte und Gemeinden für alle Bevölkerungsgruppen lebenswert, attraktiv und anpassungsfähig für künftige Herausforderungen zu erhalten, ist eine dauernde Aufgabe der Städtebauförderung. Die Städtebauförderung dient seit 50 Jahren dem Abbau städtebaulicher Missstände und Entwicklungsdefizite sowie einer zeitgemäßen und nachhaltigen Weiterentwicklung gewachsener baulicher Strukturen. Sie stärkt in den Städten und Gemeinden des Landes die örtliche, kommunale Identität und Attraktivität. Unabhängig von der Größe der Kommune oder ihrer Lage - im Ländlichen Raum oder mitten im Ballungszentrum - ist sie das Leitprogramm für eine zukunftsgerechte Entwicklung unserer Städte und Gemeinden. Dies auch mit Blick auf die Neue Leipzig-Charta, die die Gemeinwohlorientierung besonders in den Fokus rückt. Die Städtebauförderung unterstützt die Städte und Gemeinden in diesem Sinn bei dem Wandel hin zu einer gerechten, grünen und produktiven Gesellschaft. Im Jubiläumsjahr endet die Antragsfrist am 2. November 2021. Bis zu diesem Tag können alle Städte und Gemeinden im Land Anträge für Zuschüsse aus der Städtebauförderung stellen.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

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Grundstückfonds

Der Grundstücksfonds BW als Teil der Wohnraumoffensive BW verfügt über ein Volumen von 100 Millionen Euro. Er wird von der Landsiedlung Baden-Württemberg GmbH im Auftrag des Landes verwaltet. Diese vereinbart mit der Kommune unmittelbar vor dem Grundstückserwerb eine bindende Kaufoption. So wird sichergestellt, dass die Kommune zu einem späteren Zeitpunkt das Grundstück selbst erwerben kann.

Die Bindung an die Kaufoption entspricht dem Zeitraum, den die Kommune benötigt, um etwa über eine Bauleitplanung die Voraussetzungen für bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Ist die Kommune mit der Schaffung der Rahmenbedingungen erfolgreich, kann sie nun selbst die Option zum Kauf des Grundstücks ziehen und kann den Preis selbst mitgestalten. Je nach Anteil an gemeinwohlorientierter Bebauung, der von ihr geschaffen wird, kann der Kaufpreis reduziert und ausgehend vom Verkehrswert zum Zeitpunkt des Verkaufs bis auf das Niveau des ursprünglichen Einkaufswerts abgesenkt werden.

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Innovativ Wohnen BW – „Beispielgebende Projekte“

Das Wirtschaftsministerium stellt insgesamt zehn Millionen Euro zur Verfügung, die für die Förderung außergewöhnlicher, modellhafter und innovativer Projekte eingesetzt werden. Gefördert wird in den Kategorien Quartier – Gebäude – Mensch. In der ersten Fördertranche werden drei Projektvorschläge als beispielgebende Projekte weiterverfolgt. Am 17. Juli 2020 startete der Projektaufruf für die zweite Fördertranche, für die vorläufig 5 Millionen Euro zur Verfügung stehen.

Anträge können bis zum 19. Oktober 2020 gestellt werden. Weitere Informationen zu den „beispielgebenden Projekten“ finden Sie hier.


Wirtschaftsministerium fördert auch 2021 und 2022 kommunale Gestaltungsbeiräte

Auch in den Jahren 2021 und 2022 werden neue und bestehende kommunale und interkommunale Gestaltungsbeiräte vom Land Baden-Württemberg finanziell unterstützt. Interessierte Städte und Gemeinden können bis zum 30. Oktober 2020 beim Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau einen Förderantrag stellen. Auch interkommunale Träger wie Verwaltungsgemeinschaften oder Landkreise sind antragsberechtigt. Gefördert werden der Aufbau, die Weiterentwicklung und die Öffentlichkeitsarbeit von Gestaltungsbeiräten.

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Wohnungsbau BW 2020/2021

Am 1. April ist die Verwaltungsvorschrift des Wirtschaftsministeriums zum Förderprogramm Wohnungsbau Baden-Württemberg 2020 / 2021 (VwV-Wohnungsbau BW 2020 / 2021) in Kraft getreten. Im vergangenen Jahr hat es nach Auskunft des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau so viele Anträge für neu gebaute Sozial-Mietwohnungen gegeben wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Dem trägt auch das neue Förderprogramm mit rund 250 Millionen Euro Rechnung. Ein zentraler Punkt des neuen Programms ist jedoch für alle Vorhaben die verbindliche Festlegung des Energieeffizienzhaus-Standards KfW 55. Dabei werde aber im Blick behalten, dass Klimaschutz nicht zu Lasten des sozialen Mietwohnungsbaus gehen darf: In den Fällen, in denen ein Investor nachweisen kann, dass die Mehrkosten 150 Euro je Quadratmeter Wohnfläche überschreiten und die Maßnahmen unverhältnismäßig wären, gewährt das Ministerium die Möglichkeit, eine Befreiung von der KfW 55-Verpflichtung zu beantragen.

Auch eine Erhöhung der berücksichtigungsfähigen Baukosten von 3.000 auf 3.500 Euro je Quadratmeter Wohnfläche bei der Mietwohnraumförderung wird mit dem neuen Programm umgesetzt. Eine weitere Neuerung ist die Festanteilsfinanzierung, dank der die Förderung künftig prozentual festgeschrieben und damit marktzinsunabhängig erfolgt.

Noch vor der Sommerpause soll die gesetzliche Grundlage für die neue Förderlinie für Unternehmen und somit für Mitarbeiterwohnraum-Angebote geschaffen werden. Bei diesen geförderten Wohnungen handelt es sich ebenfalls um sozial gebundenen Wohnraum, weshalb der Bezug dieser Wohnungen einen Wohnberechtigungsschein erfordert.

Hier geht es zur Pressemitteilung vom 31. März 2020 und hier zur Verwaltungsvorschrift


250 Millionen Euro pro Jahr für Wohnungsbau

Mit dem Wohnraumförderprogramm 2020/2021 stärkt die Landesregierung den sozialen Wohnungsbau. Als erstes Bundesland setzt Baden-Württemberg auch im sozialen Mietwohnungsbau auf mehr Klimaschutz. Für selbstgenutzten Wohnraum gibt es auch weiterhin attraktive Förderkonditionen.

Neues Förderprogramm für Mitarbeiterwohnungen

Außerdem erhalten künftig Unternehmen, die für ihre Mitarbeiter preiswerte Wohnungen bauen, eine Förderung, da das Thema Wohnraum bei der Rekrutierung von Fachkräften eine immer wichtigere Rolle spielt.

Die gesamte Pressemitteilung lesen Sie hier.

Themenrelevantes Projekt: Bezahlbare Mietwohnungen der Robert Bosch Wohnungsgesellschaft mbH


90 Millionen Euro für den Ländlichen Raum

Seit Gründung des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum (ELR) spielt die Innenentwicklung eine wesentliche Rolle. Um innerörtliche Lagen zu stärken und dem auch im Ländlichen Raum bestehenden Mangel an Wohnraum entgegen zu wirken, fließen 2020 wieder mehr als 50 Prozent der vorhandenen Mittel in den Förderschwerpunkt Wohnen.

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RAUMTEILER-Programm: Wohnraumakquise stärkt Zusammenhalt

Der Städtetag und die Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung unterstützen mit dem Landesprogramm RAUMTEILER Kommunen und Ehrenamtliche bei der Vermittlung von privatem Wohnraum. Die bisherige Bilanz fällt positiv aus.

Die gesamte Pressemitteilung lesen Sie hier.


Landeswohnraumfördergesetz: neue rechtliche Grundlagen

„Landesregierung bringt Novellierung des Landeswohnraumfördergesetzes auf den Weg“, so der Titel des Pressetextes, der am 18. September 2019 zu dem Thema verschickt worden ist. Das große Ziel ist es, weiterhin bezahlbaren Wohnraum nicht nur zu sichern, sondern auch zu schaffen. So soll es insbesondere um neue Bezuschussungen bei der sozialen Wohnraumförderung – inklusive Mitarbeiterwohnungen – gehen.

» Lesen Sie hier die Pressemitteilung

» Zum Projekt: Bezahlbare Mitarbeiterwohnungen der Robert Bosch Wohnungsgesellschaft


Neue Ansätze für gutes und bezahlbares Wohnen

Landesbürgschaft für neu gegründete Wohnungsgenossenschaften, die Sozialmietwohnraum schaffen

„Genossenschaften stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt, den wir gerade im Bereich Wohnungsbau dringend benötigen. Genossenschaften können auch einen wertvollen Beitrag dazu leisten, ausreichend bezahlbaren Wohnraum zu schaffen“, erklärte Wirtschafts- und Wohnungsbauministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut am 14. Juni 2019. Im Falle neu gegründeter Wohnungsgenossenschaften, die sozial gebundenen Wohnraum schaffen, kommt deshalb ab sofort die unterstützende Gewährung von Landesbürgschaften in Frage, wo es noch an ausreichendem Eigenkapital fehlt.

Diese Änderung führt faktisch zur Erweiterung der Fördermöglichkeit zugunsten von betroffenen, im sozialen Wohnungsbau engagierten Genossenschaften und letztendlich zugunsten von Sozialmietern. Nach einer entsprechenden Initiative des Wirtschaftsministeriums konnte diese jetzt per Erlass in das laufende Förder-programm Wohnungsbau BW 2019 integriert werden. Die Bürgschaft kann damit die Risiken der Förderbank abfedern, die aus einer ansonsten mangelnden Absicherung von Förderkrediten resultieren. „Mit der Landesbürgschaft erleichtern wir neuen Genossenschaften jetzt den Zugang zu den Angeboten der Wohnraumförderung“, so die Ministerin.

Die Landesbürgschaften sind Teil des Arbeitsprogramms zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Einen wichtigen Baustein bildet darin das genossenschaftliche Wohnen. „Die Bürgschaftsübernahme beruht auf dem Prinzip des Gebens und Nehmens. Sie greift nur dann ein, wenn sozial gebundener Mietwohnraum entsteht, der damit der Gesellschaft wieder zugutekommt“, so Hoffmeister-Kraut.

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