Magazin für zeitgemäßes Wohnen

Wohnraum: eine gemeinsame Verantwortung

Visionäre Konzepte, gelebte Gemeinschaft und nachhaltiges Teamwork – diese Aspekte spielen bei zahlreichen KONZEPT-Themen eine wichtige Rolle.

„Gemeinsam stehen wir in der Verantwortung, den passenden Wohnraum anzubieten“, schrieb Markus Müller deswegen auch in der Erstausgabe des Magazins im Mai 2017. Damit appellierte er an alle am Wohnungsbau Beteiligten, sich verstärkt auszutauschen und zusammenzuarbeiten. Doch wo stehen wir heute, nach rund drei Jahren? Wo hat es in den vergangenen Jahren Veränderung, Verbesserung oder auch nur Stillstand gegeben?


Markus Müller, Präsident der Architektenkammer Baden-Württemberg:

Die größte Herausforderung im Wohnungsbau ist... die vielfältigen Verkrustungen aufzubrechen, die einem demografiefesten Wohnungsbau im Wege stehen. Zum Beispiel: Grund und Boden der zunehmenden Spekulation zu entziehen und zu fairen Bedingungen der Teilhabe am Wohnungsmarkt zu kommen. Städte und Gemeinden können Gemeinwohlorientierung nur dann sicherstellen, wenn sie im Wettbewerb um Grundstücke stark sind. Gelingt das nicht, wird sich unsere Gesellschaft noch stärker als bisher auseinanderdividieren.

Der größte Fortschritt ist, dass... nicht mehr über abstrakte Wohnungsgrößen, sondern über Wohnungen für Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen gesprochen wird. Wohnen ist gebauter sozialer Kontext. Wenn wir heute über die Vereinbarkeit von Wohnen und Verkehr sprechen, über das demokratische Recht auf öffentliche Räume, über die Notwendigkeit, ausreichend bezahlbaren Wohnraum bereit zu halten, besteht in der Gesellschaft großer Konsens über den Veränderungsbedarf.

Meine Verantwortung für den Wohnungsbau ist... mit meinem Ehrenamt als Präsident der Architektenkammer Baden-Württemberg verbunden. In dieser Funktion setze ich mich für zukunftsfähigen, demografiefesten und die Menschen beheimatenden Wohnungs- und Städtebau ein. Ich bin mit Herzblut Lobbyist für Nachhaltigkeit und Klimaschutz, für technische Innovationen, unkonventionelle Lösungen und eine neue Kultur des vernetzten Miteinander zwischen Verwaltung, Gestaltern und Bürgerschaft.


Prof. Mathias Hähnig, Freier Architekt, Hähnig | Gemmeke Architekten BDA, Tübingen:

Die größte Herausforderung im Wohnungsbau ist... und bleibt es, dieses Thema als gesellschaftspolitische Aufgabenstellung zu verankern. Ein intelligenter Wohnungsbau, eingebunden in den Kontext unserer städtebaulichen Entwicklungen ist Grundlage zur Schaffung funktionierender Lebens- und Arbeitsräume. Abwendung von maximal zu erzielenden Grundstückserlösen und Hinwendung zu durchdachten, mutigen, neuen zukunftsweisenden Konzepten. Der Mehrwert für die Kommunen und Städte stellt sich durch eine funktionierende, sozialgerechte Stadtgesellschaft ein. Wohnraum für alle in gemischt genutzten urbanen Stadtstrukturen als integrativer Bestandteil unserer Städte mit großer Offenheit für sich neu entwickelnde Wohn- und Lebensformen.

Der größte Fortschritt ist, dass... immer mehr städtebaulichen Entwicklungen auf der Basis von Ideen, Visionen und Konzepten vergeben und realisiert werden. Auf unterschiedlichen Parzellen agieren vielfältige Akteure und kreieren modular die neue Stadt. In diesem Prozess liegt die größte Kreativität, Flexibilität zukünftiger Stadtplanungen. Vielfalt, Diversität, Qualität und die Offenheit für Neues schaffen Identifikation und Unverwechselbarkeit, was vielen Stadtentwicklungsprojekten lange abhandengekommen ist.

Meine Verantwortung für den Wohnungsbau ist es,... Ideen, Rahmenplanungen, Leitplanken zu formulieren, die Grundlagen für Visionen, neue Konzepte und mutige Entwürfe generieren. Die wohnungspolitische Diskussion sollte in die Richtung gehen, wie viel Freiräume und wie viel Festlegungen, Festsetzungen eine zukünftige Stadtentwicklung benötigt. Ziel muss es sein, Prozesse nicht von vornherein zu verhindern. Bei allen beschleunigten Entwicklungen wäre es schön, im Wohnungsbau mal wieder schwerpunktmäßig über Materialitäten, Lichtführungen, Atmosphären und Raumproportionen zu reden.


Jürgen Strolz, Freier Architekt, Karlsruhe:

Die größte Herausforderung im Wohnungsbau ist... jenseits von modischen Strömungen und kurzfristigen Verwertungsinteressen, für den jeweiligen, besonderen städtebaulichen Kontext werthaltige Haus- und Wohnungstypologien zu realisieren, die auch langfristig nachhaltiges und kostengünstiges Wohnen ermöglichen.

Der größte Fortschritt ist, dass... die Bedeutung und Notwendigkeit von qualitativ hochwertigem und bezahlbarem Wohnraum für die Attraktivität der gebauten Umwelt wieder in das allgemeine und damit auch politische Bewusstsein gerückt ist und inzwischen wettbewerbliche Verfahren für die Vergabe von Grundstücken stattfinden, bei denen die architektonische Qualität ein entscheidendes Vergabekriterium ist.

Ich übernehme Verantwortung für den Wohnungsbau,... weil ich der Meinung bin, dass sich die Qualität der Stadt im großen Maßstab vor allem aus der Qualität ihrer Wohnungsbauten und im kleinen Maßstab aus der Qualität jeder einzelnen Wohnung ergibt.

Unabhängig davon zählt das Entwerfen von Wohnungsbauten für ganz unterschiedliche städtebauliche Situationen zu den spannenden Aufgaben, die immer wieder aufs Neue einer geduldigen entwurflichen Recherche bedarf.


Prof. Susanne Dürr, Vizepräsidentin der AKBW und Professorin an der Hochschule Karlsruhe:

Die größte Herausforderung im Wohnungsbau ist... die Anpassung des Wohnungsangebots an die Realitäten einer sich wandelnden Gesellschaft.

Nicht nur der demografische Wandel, sondern auch veränderte Familienstrukturen oder sich neu justierende Grenzen zwischen Wohnen und Arbeiten erfordern Reaktionen in Grundrisstypologien, den Haus- oder Quartiersstrukturen. Diese veränderten Wohnbedarfe rufen neue räumliche Konzepte und Handlungsansätze innovativer Akteure hervor.

Der größte Fortschritt ist, dass... der Zusammenhang zwischen Wohnraumqualität und Quartiersplanung allgemein anerkannt ist. Vor allem die Bedeutung öffentlicher Grünflächen ist akzeptiert ­– sie schaffen im Wohnumfeld Ausgleich für komprimiertes Wohnen, sind relevant für Dichte und damit bezahlbares Wohnen, aber z.B. auch bedeutsam für Entwicklungs- und Bildungschancen von Kindern. Eine qualitätsvolle Freiraumplanung und -ausführung, die Nutzer, Klimawandel und Biodiversität berücksichtigt, muss im Fokus stehen.

Meine Verantwortung für den Wohnungsbau ist,... das aus Forschungsprojekten generierte Fachwissen an eine breite Zuhörerschaft verständlich und motivierend weiterzugeben. Gleichzeitig will ich mit diesem Wissen verschiedene Konstellationen von Akteuren darin unterstützen, experimentelle Projekte anstoßen und umzusetzen als Grundlage für neue Erkenntnisse, aber auch als sichtbares Beispiel für Interessierte.


Karl Langensteiner-Schönborn, Baubürgermeister der Stadt Konstanz:

Die größte Herausforderung im Wohnungsbau ist... auf Bundes- und Länderebene die Rahmenbedingungen zu schaffen, damit in den Kommunen die Umsetzung einer ökologisch, sozial und wirtschaftlich erfolgreichen Wohnungsbauoffensive möglich ist.

Der größte Fortschritt ist... das Bewusstsein „wir brauchen Klimaschutz jetzt“.

Meine Verantwortung für den Wohnungsbau ist... es gemeinsam mit Politik und Gesellschaft konstruktiv Quartiere für die Zukunft zu entwickeln und den Stadtwandel zu unterstützen.


Tim von Winning, Baubürgermeister Ulm:

Die größte Herausforderung ist... es, trotz der gestiegenen und in weiten Teilen auch berechtigten Ansprüche an die städtebaulichen, architektonischen, technischen und sozialen Qualitäten bei deutlich steigenden Baukosten eine breite bezahlbare Versorgung mit Wohnraum insbesondere für sozioökonomisch schwächere Bevölkerungsteile zu organisieren. Ansonsten wird es nicht gelingen, Segregationstendenzen der Bevölkerungstendenzen vor allem in den Städten zu bremsen.

Der größte Fortschritt ist, dass... die großen sozialen und ökonomischen und ökologischen Vorteile von dichten und gemischten Stadtquartieren für die Organisation moderner Lebensentwürfe zu einer Steigerung der Nachfrage nach innerstädtischen Quartierentwicklungen geführt hat sowie die Erkenntnis, dass diese wohnungspolitischen Ziele am ehesten durch einen kommunalen Zwischenerwerb zu erreichen sind.

Meine Verantwortung für den Wohnungsbau ist... es, dafür Sorge zu tragen, dass durch geeignete städtebauliche Rahmenbedingungen und liegenschaftliche Verfahren insbesondere die Akteure auf dem Wohnungsmarkt zum Zuge kommen, die in hohem Maß gemeinwohlorientierte Zielsetzungen verfolgen.


Andreas Hofer, Intendant der IBA‘27 StadtRegion Stuttgart:

Die größte Herausforderung im Wohnungsbau ist,... endlich den Sprung in eine zukunftsfähige Siedlungsentwicklung zu schaffen. Hohe Dichte mit großer architektonischer Qualität, Vielfalt und Durchmischung, Klimaneutralität, Ressourceneffizienz und vernünftige Investoren- und Bewirtschaftungsmodelle, die soziale Vielfalt ermöglichen. Mehr als die Hälfte aller Wohngebäude sind Einfamilienhäuser, mutiger Städtebau ist kaum sichtbar. So wird das nichts, weder qualitativ noch quantitativ.

Der größte Fortschritt ist, dass... Wohnungsbau als Fragestellung auf allen gesellschaftlichen Ebenen angekommen ist, da Wohnungsmangel und Mietzinsnot bis weit in den Mittelstand erlebt wird. Corona hat gezeigt, wie die soziale Ungleichheit beim Wohnen dramatische Folgen haben kann und wie wichtig durchmischte Quartiere mit flexibel nutzbaren Erdgeschosszonen sind.

Ich übernehme Verantwortung für den Wohnungsbau,... indem ich meine Erfahrung, meine Netzwerke und Beispiele, die ich kenne, im Rahmen der IBA’27 in der Stadtregion Stuttgart nutzbar mache. Die anstehenden gesellschaftlichen Herausforderungen können nur mit gutem Wohnungsbau bewältigt werden.


Dr. Fred Gresens, Architekt, Landesvorstand der AKBW und Vorstandsvorsitzender der GE-MI-BAU Mittelbadische Baugenossenschaft eG:

Die größte Herausforderung im Wohnungsbau ist... bezahlbaren Wohnraum zu generieren. Die Zahl der geförderten Wohnungen in Baden-Württemberg sinkt stetig; bald werden wir landesweit weniger als 50.000 geförderte Wohnungen haben. Deshalb ist die Wohnraumförderung deutlich zu erhöhen und lokal anzupassen. Baurecht und Qualitätsstandards sind gemäß den Erfordernissen zu aktualisieren. Nur dann wird es uns gelingen, den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft zu gewährleisten.

Der größte Fortschritt ist, dass... das Thema Wohnungsbau wieder in der Öffentlichkeit und Politik präsent ist und auch unter dem Label der Baukultur aufgegriffen wird. Nicht die großen kulturellen Solitärprojekte bestimmen den Alltag, sondern eine Vielzahl von kleinen Projekten, die eine gute Quartiersentwicklung initiieren und ein lebenswertes Umfeld garantieren. Das Bewusstsein einer Gesellschaft zeigt sich am besten wie man mit Grundbedürfnissen des Wohnens umgeht.

Meine Verantwortung für den Wohnungsbau ist,... die Nachhaltigkeit gemeinschaftlichen Wohnens zu fördern und die zentralen Grundwerte einer Genossenschaft zu leben. In einer Wohnungsbaugenossenschaft hat man das Privileg, unternehmerisch und wirtschaftlich denken und handeln zu dürfen, ohne auf gesellschaftliches und soziales Engagement verzichten zu müssen. Genossenschaftlicher Wohnungsbau ist gelebte soziale Marktwirtschaft. Man ist Mieter und Eigentümer zugleich.


Astrid Fath, Architektin und Vorsitzende der Strategiegruppe Wohnen der AKBW, Prokuristin Treubau Freiburg AG:

Die größte Herausforderung im Wohnungsbau ist... Verdichtung zum sparsamen Umgang mit Boden und die bessere Nutzung des Bestandspotentiales. Weiterhin wird das knappe Gut Boden zu weiteren Kostensteigerungen bei Schaffung von Wohnraum führen, um so wichtiger ist es daher kreativ mit dem weitreichend vorhandenen Potenzial an Bestandsgebäuden umzugehen und diese nicht nur unter dem Aspekt der energetischen Sanierung zu fördern. Auch die Politik ist hier gefragt neue Wege zu gehen und Anreize über die Klimapolitik hinausgehend zu schaffen.

Der größte Fortschritt... wäre ein langsames Umdenken auch in kleineren Kommunen neben den Einfamilienhaus-Grundstücken vermehrt auch Grundstücke für den Geschosswohnungsbau anzubieten.

Meine Verantwortung für den Wohnungsbau ist,... die Veränderung im Wohnungsbau zu begleiten und mitzugestalten.


Christoph Neis, Architekt und Vorstand der ulmer heimstätte eG:

Die größte Herausforderung im Wohnungsbau ist... Wohnraum zu schaffen, der die ökonomischen, ökologischen und sozialen Anforderungen an nachhaltigen Wohnungsbau gleichermaßen berücksichtigt und dabei für breite Schichten der Bevölkerung leistbar ist.

Der größte Fortschritt ist, dass... es gelungen ist den Wohnungsbau, insbesondere die Notwendigkeit des geförderten Wohnungsbaus, wieder in den Fokus der öffentlichen Diskussion zu stellen. Eine angemessene Versorgung mit Wohnraum für alle Bevölkerungsgruppen ermöglicht Integration und Identifikation und ist ein wichtiger Garant für den sozialen Frieden in unserer Gesellschaft.

Ich übernehme gerne Verantwortung für den Wohnungsbau,... da Wohnen ein Grundbedürfnis der Menschen erfüllt. Den Menschen ein angemessenes und sicheres Zuhause zu geben ist eine immer wieder spannende Aufgabe, die sich permanent durch gesellschaftliche Veränderungen neu formuliert. Im Team die jeweils richtige konzeptionelle und gestalterische Antwort zu finden, ist immer wieder eine Herausforderung.


Andreas Veit, Vorsitzender der Geschäftsführung der Wohnungsbau Ludwigsburg:

Die größte Herausforderung im Wohnungsbau ist... nach wie vor bezahlbaren Wohnraum zu schaffen – insbesondere vor dem Hintergrund der exorbitant gestiegenen Grundstückspreise sowie Bau- und Baunebenkosten.

Der größte Fortschritt ist, dass... der Gesetzgeber das Wohngeld sowie auch die Fördergrenzen erhöht hat. Somit können sich mehr Menschen öffentlich geförderte Wohnungen leisten. Allerdings reicht dies bei Weitem nicht aus. Die Kommunen müssen mehr preisgedämpften Wohnraum zur Verfügung stellen und auch private Bauträger mehr in die Pflicht nehmen.

Die WBL versucht stets der starken Nachfrage nach Wohnraum nachzukommen. Durch unser Fair-Wohnen-Modell bieten wir mehr preisgedämpften Wohnraum an. In diesem Modell wird der mietende Haushalt gefördert (Subjektförderung) und das Einkommen alle zwei Jahre überprüft, sodass keine Fehlsubvention oder Fehlbelegung entsteht.


Tobias Koch, Principal Prognos AG:

Die größte Herausforderung im Wohnungsbau ist... kurzfristig bebaubare Grundstücke und Wohnbauflächen in angespannten Wohnungsmärkten zu aktivieren und in erforderlichem Umfang dem Markt zuzuführen, um den bereits bestehenden Mangel an bezahlbarem Wohnraum nicht noch weiter zu verschärfen. Neben der Innenentwicklung kommt der aktiven Baulandgewinnung eine zentrale strategische Bedeutung für den Wohnungsbau in den kommenden Jahren zu.

Der größte Fortschritt ist, dass... heute moderne energieeffiziente Wohngebäude gebaut werden, die einen entscheidenden und dauerhaften Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Meine Verantwortung für den Wohnungsbau ist,... dass wir Städte, Kommunen und Planungsverbände mit bedarfs- und zielgruppenorientierten Wohnraumkonzepten, der vorbereitenden Bauleitplanung und Flächenaktivierung begleiten. Bei der Planung und Erweiterung des Wohnungsangebotes gilt es neue Wendepunkte der demografischen Entwicklung vorausschauend aufzuzeigen, um ein Überangebot von Wohnraum und Leerstände in der langen Frist zu vermeiden.


Thaddäus Kunzmann, Demografiebeauftragter des Landes Baden-Württemberg:

Die größte Herausforderung im Wohnungsbau ist... für mich als Demografiebeauftragten, die richtige Form des generationenübergreifenden Zusammenlebens zu finden. Was heute gebaut wird, steht 50 bis 100 Jahre und entscheidet darüber, ob sich – wenn die geburtenstarken Jahrgänge ins höhere Alter kommen – familiäre und nachbarschaftliche Netzwerke zur gegenseitigen Unterstützung bilden können.

Der größte Fortschritt ist, wenn... es nicht nur darum geht, möglichst viel, möglichst günstig und möglichst schnell zu bauen. Sondern überlegt, mit Qualität und vor allem mit dem Hintersinn, dass es nicht alleine darum gehen kann, ein Heim zu schaffen. Sondern Nachbarschaft zu ermöglichen. Dazu braucht es öffentliche Flächen und soziale Treffpunkte, sowie die Einbindung in ein Quartier.

Meine Verantwortung für den Wohnungsbau ist... als Demografiebeauftragter darauf hinzuweisen, dass unsere Gesellschaft älter wird. In den nächsten 40 Jahren wird sich die Zahl der 90jährigen vervierfachen. Ein- und Zweipersonenhaushalte sind heute bereits die Regel. Dieser Trend setzt sich fort. Hinzu kommt die Hochaltrigkeit von immer mehr Menschen, die alleine leben. Diese Menschen laufen Gefahr, einsam zu sein.


Thomas Melder, Hermann Binkert, Marc Prettner, Gerhard Kerner, mbpk Architekten und Stadtplaner GmbH, Freiburg:

Die größte Herausforderung im Wohnungsbau ist... bei dem Wunsch nach viel und schnell Qualität einzufordern. Dafür braucht es Zeit, solide Planung und gut durchdachte Städtebau- und Haus-Konzepte. Langfristig ist dies dann auch kostengünstig.

Der größte Fortschritt ist, dass... Wohnen als gesellschaftliche Herausforderung erkannt wird und ein öffentlicher Diskurs darüber stattfindet.

Wir übernehmen Verantwortung für den Wohnungsbau,... weil uns insbesondere der Geschosswohnungsbau am Herzen liegt und wir jedes Projekt erneut spannend finden.


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