Magazin für zeitgemäßes Wohnen

Publikationen


Vokabular des Zwischenraums

Wie können die elementaren Bedürfnisse nach Rückzug und Interaktion in unserem dichter werdenden Wohnumfeld berücksichtigt werden? Und wie nehmen Bewohnerinnen und Bewohner ihr Umfeld und die konkreten Spielräume zur Gestaltung von Rückzug und Interaktion ihrer Wohnsituation wahr?

Ausgehend von diesen Fragen untersuchte ein interdisziplinäres Forschungsteam der Hochschule Luzern ausgewählte Wohnquartiere. Im Fokus stand dabei der sogenannte «erweiterte Fassadenraum», der die Gebäudehülle, den Zwischenraum bis zur gegenüberliegenden Fassade und die dahinterliegenden Innenräume umfasst. Das Resultat der Studie ist keine Handlungsanweisung, sondern ein „Vokabular des Zwischenraums“.

Dieses inspirierende Nachschlagewerk stellt sieben Begriffe wie etwa „Tarnung“, „Intermezzo“ oder „Flirt“ vor, die das Verhältnis von Öffentlichkeit und Privatheit charakterisieren. So unterschiedlich diese Begriffe sind, entspringen sie doch dem gemeinsamen Leitgedanken, die allerorts geforderte bauliche Verdichtung nicht lediglich als Sachzwang hinzunehmen, sondern als räumlich-atmosphärische Qualität zu nutzen.

Vokabular des Zwischenraums.
Gestaltungsmöglichkeiten von Rückzug und Interaktion in dichten Wohngebieten.
Angelika Juppien, Richard Zemp, Park Books AG, September 2019, 208 Seiten, ISBN-13 9783038601548, 38,00 Euro

QUARTIER Fachmagazin für urbanen Wohnungsbau

Ähnlich wie die Architektenkammer Baden-Württemberg mit KONZEPT informiert das Fachmagazin für urbanen Wohnungsbau QUARTIER über professionelles und kostensensibles Bauen, wegweisende Neubauprojekte und vorbildliche Bestandsbauten sowie über aktuelle Trends und Entwicklungen im Wohnungsbau. Die Publikation erscheint alle zwei Monate und widmet sich den Themenfeldern Städtebau und Quartiersentwicklung, Baukosten und Finanzierung, Recht und Steuern sowie Energie, Technik und Baustoffe. Zudem werden Neubauprojekte und Sanierungen von der Planung bis zur Umsetzung vorgestellt. In der Ausgabe 3.2019 zum Beispiel ein Ausbauhaus einer Baugemeinschaft in Berlin, dessen Konzept die Wahl zwischen verschiedenen Ausbaustandards wie „Minimal“, „Wohnung“ und „Rohbau zum Selbstausbau“ bietet. Wie serieller Holzbau im Bestand funktioniert, zeigt eine modernisierte Wohnanlage in Augsburg. In einer Serie erklären die baden-württembergischen Architekten Thomas Gauggel und Matthias Gütschow, wie offene Konzeptvorgaben in der Stadtentwicklung zu nutzen sind. Die nächste Ausgabe erscheint im August. Informationen finden Sie unter www.magazin-quartier.de

Am 24. Oktober lädt der Forum Verlag zudem zur QUARTIER-Jahrestagung 2019 nach München ein. Auf dem Programm stehen Fachinformationen zum Kostenmanagement und zu neuen Wohnformen.


Wer baut Deutschland?

Inventur zum Bauen und Wohnen 2019

Unter der Überschrift „zu wenig | zu teuer | zu weit weg. Deutschlands soziale Frage: WOHNEN“ luden am 9. Mai das Verbändebündnis Wohnungsbau (Mieterbund, IG Bau, ZDB, GdW, BFW, DGfM und BDB) zum 11. Wohnungsbau-Tag nach Berlin ein. Im Rahmen dieser Veranstaltung Tobias Koch, Principal vom PROGNOS-Institut die neue Studie „Wer baut Deutschland?“ vor. In ihr werden Engpässe benannt – knappes Bauland, fehlende Kapazitäten in der Bauwirtschaft, langwierige Planungs- und Genehmigungsprozess der Behörden – die das Bauen in Deutschland langsam und vor allem auch teuer machen – passend zum Motto des Wohnungsbau-Tages 2019: „Zu wenig. Zu teuer. Zu weit weg“. Um dem Mangel zu begegnen und ein „Mehr“ an Qualität und Quantität zu erreichen, stellte das Verbändebündnis Wohnungsbau, Auftraggeber der Studie, zehn Handlungsempfehlungen auf, die von Bund, Ländern und Kommunen umgesetzt werden müssen.

Studie „Wer baut Deutschland?“ zum Download
10-Punkte-Forderung des Verbändebündnis Wohnungsbau zum Download
Präsentation: „Wer baut Deutschland?“ zum Download


Deutschlandstudie 2019 Wohnraumpotenziale in urbanen Lagen: Aufstockung und Umnutzung von Nichtwohn- und Wohngebäuden

Um den hohen Bedarf an bezahlbarem Wohnraum zu decken, „müssen die Potenziale im hochurbanen und gut erschlossenen innerstädtischen Bereich besser genutzt werden“, erläuterte Prof. Dr. Karsten Tichelmann von der TU Darmstadt in der dritten KONZEPT-Ausgabe „bezahlbar bauen und wohnen“ und verwies auf die Deutschlandstudie 2015. Diese hatte er an seinem Fachgebiet Tragwerksentwicklung im Fachbereich Architektur in Zusammenarbeit mit dem ISP Eduard Pestel Institut für Systemforschung e. V. erstellt. Ein Ergebnis war, dass hierzulande auf Geschosswohnungsbauten in den wachsenden Ballungszentren über eine Million neuer Wohnungen entstehen könnten: kostengünstig und qualitätvoll nachverdichtet. Lesen Sie auch hier.

Ende Februar 2019 wurde in Berlin die Deutschlandstudie 2019 vorgestellt, die den Fokus auf die Wohnraumpotentiale in urbanen Lagen, Aufstockung und Umnutzung von Nichtwohngebäuden legt. Bei konservativer Annahme beziffert die Studie das zusätzliche Wohnraumpotenzial mit bis zu 2,7 Millionen zusätzlichen Wohneinheiten auf Wohn- sowie auf Nichtwohngebäuden.

Um die hergeleiteten Volumina der Verdichtung von Städten, vorrangig von Aufstockungen, nutzen zu können, sind allerdings eine Reihe von bauordnungs- und bauplanungsrechtlichen Vorgaben neu zu definieren. Diese werden in der Studie benannt und entsprechende Handlungsempfehlungen, um einen möglichst hohen Anteil an bezahlbarem neuem Wohnraum zu aktivieren, abgeleitet. 20-Best-Practice-Beispiele wie die Umnutzung und Aufstockung der Kirche St. Elisabeth in Freiburg zeigen auf, wie auf diese Art und Weise ein wesentlicher und qualitätvoller Beitrag zum Wohnungsmarkt in urbanen Räumen geschaffen werden kann.


ready – vorbereitet für altersgerechtes Wohnen

721.000 Hochbetagte (Menschen über 85 Jahre) werden voraussichtlich bis zum Jahr 2050 in Baden-Württemberg leben. Davon ist unser Wohnen maßgeblich betroffen. Neben der schrittweisen Anpassung des Bestands sind Neubauten bereits heute altengerecht zu planen und zu bauen. Bereits 2014 hat Prof. Dr. Jocher mit seinem Team dafür in einer Forschungsarbeit neue Standards und Maßnahmensets entwickelt. Diese Forschungsarbeit, herausgegeben vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, Bonn, verfolgt im Kern zwei Ziele. Sie versucht einen Mindeststandard (ready) festzulegen, der unter Berücksichtigung der Kosten für die meisten Menschen eine altengerechte Wohnung definiert. In einem dreistufigen Modell (ready, readyplus, allready) werden weitere Bedürfnisse hinsichtlich Funktion und Komfort berücksichtigt. Ältere Menschen sind heute gesünder und fühlen sich auch so. Trotzdem gilt bereits für einen kleinen Teil dieser Altersgruppe eine geringe Mobilitätseinschränkung, etwa, wenn eine Gehhilfe (Stock oder Rollator) benutzt wird. Erst bei Hochaltrigen wächst die Prozentzahl derjenigen stark an, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Hier wird ein genereller Konflikt sichtbar: Für die meisten Personen besteht keine Notwendigkeit, eine möglicherweise in vollem Umfang rollstuhlgerechte Wohnung zu bewohnen – sie werden zeitlebens in aller Regel keinen Rollstuhl benötigen. Auf der anderen Seite wächst mit zunehmendem Alter das Risiko, nach einem langen gesunden Leben schlagartig an den Rollstuhl gefesselt zu werden. Dieses Risiko ist latent immer vorhanden, selbst für jüngere Personen. Worin besteht die Lösung? In einer hohen Planungsflexibilität, die eine schnelle und kostengünstige Anpassung an die tatsächlichen Bedürfnisse ermöglicht. Eine Anpassung, die auch wieder rückgängig gemacht werden kann. Eine zweite wichtige Forschungsfrage betrifft die Altengerechtigkeit der Wohnungen. Gerade die weite Interpretationsfähigkeit dieses Begriffs erlaubt der Wohnungswirtschaft mit dem Begriff der Altengerechtigkeit sehr großzügig, ja tendenziell willkürlich umzugehen. Dabei muss die Eignung einer Wohnung für ältere Menschen bzw. Senioren keineswegs ein verkaufshemmendes Stigma sein, im Gegenteil! Auch jüngere Wohnungskäufer schätzen die Annehmlichkeiten einer weitgehend barrierefreien, großzügig gestalteten Wohnung. Dennoch gibt es hierfür bislang keine verbindliche Definition. Allein auf eine DIN-Norm (Barrierefreie Wohnungen) zu setzen, erscheint unbefriedigend.

Lesen Sie auch hier das vor vier Jahren geführte Interview mit Prof. Dr. Thomas Jocher zu „ready“, erschienen in der März-Ausgabe des Deutschen Architektenblatts, Regionalteil Baden-Württemberg. Es ist in seinen Kernaussagen noch immer aktuell.

ready – vorbereitet für altengerechtes Wohnen. Neue Standards und Maßnahmensets für die stufenweise, altengerechte Wohnungsanpassung im Neubau

Band 01 (vergriffen) Download hier, Band 05 „Planungsgrundlagen zur Vorbereitung von altengerechten Wohnungen“, kostenfrei zu beziehen bei zb@bbr.bund.de oder Download hier; s. a. www.readyhome.de


Weitere Publikationen

Bauen für eine demokratische Stadt, Report der Hans Böckler Stiftung

Explodierende Mieten und Luxussanierungen: Bis in die Mitte unserer Gesellschaft ist bezahlbarer Wohnraum nur noch schwer zu finden. Der Report Nr. 1 von der Hans Böckler Stiftung fasst die Geschichte des sozialen Wohnungsbaus und die Entstehung des aktuellen Mangels zusammen. Dabei gilt: Die eklatante Verknappung ist auch eine Chance.

Download des PDFs hier.


Bauteam – ein Weg zum kostengünstigen Wohnungsbau

Zusammen mit der Architektenkammer Baden-Württemberg sowie der Bundesarchitektenkammer hat Klaus Wehrle, Geschäftsführer der RegioWerk GmbH, einen Leitfaden verfasst, der seine Erfahrungen als Architekt und Projektentwickler zusammenfasst. Erhältlich unter www.akbw.de/link/egr.


Beschleunigter Wohnungsbau

Im Frühsommer 2018 hat das Wirtschaftsministerium die Broschüre „Beschleunigter Wohnungsbau – Effizienz bei der Baulandgewinnung und im Planverfahren“ herausgegeben. Sie informiert über das Bauplanungsrecht und stellt Instrumente vor, wie die Verfahren effizienter gestaltet oder auch erleichtert werden können. Insbesondere in Hinblick auf eine zukunftsfähige Weiterentwicklung von Städten und Gemeinden und Schaffung von bezahlbarem Wohnraum möchte das Booklet Gemeinderatsmitglieder und Planerinnen und Planer sowie die interessierte Bürgerschaft informieren.


Bessere Orte auf weniger Fläche: Neues Handbuch für Kommunen zur Innenentwicklung erschienen

„Besser Bauen in der Mitte“: So lautet der Titel eines neuen Handbuchs, das die Bundesstiftung Baukultur kostenlos anbietet. Als Ratgeber und Inspirationsquelle informiert das Handbuch über planerische Strategien und Instrumente, mit denen der eigene Ort für Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Freizeit attraktiver wird.

Das Handbuch als PDF zum Download, die Grafiken sowie ein Bestellformular zum Buch finden Sie unter: www.bundesstiftung-baukultur.de/besser-bauen-handbuch


Bodennutzung sozialgerecht + gemeinwohlorientiert

Heft 4_17 der Mitgliederfachzeitschrift für Stadt-, Regional- und Landesplanung PLANERIN. In den Beiträgen dieses Heftes werden Alternativen zur rein privaten Baulandentwicklung aufgezeigt, über gemeinwohlorientierte Nutzungskonzepte bishin zu Überlegungen zu einer sozialgerechteren und gemeinwohlorientierten Bodennutzung. Es wird deutlich, dass bezahlbarer Wohnraum nur geschaffen werden kann, wenn die Kommunen eine aktive Baulandentwicklung betreiben, einhergehend mit einer kommunalen Liegenschaftspolitik.


Der menschliche Maßstab

Was macht eine Stadt für ihre Bürger eigentlich attraktiv? Chefredakteurin Susanne Risch zum Inhalt der Ausgabe "Urbane Innovationen“ aus der edition brand eins.

edition brand eins: Urbane Innovationen, 15,00 Euro, im Zeitschriftenhandel erhältlich oder zu bestellen unter https://kiosk.brandeins.de/products/edition-brand-eins-urbane-innovationen


Dichte Atmosphäre

Angesichts fortschreitenden Landschaftsverbrauchsund wachsender Verkehrsströme wird die Diskussion um das sinnvolle Maß der baulichen Dichte heftig geführt. Bei der Planung fehlten bisher konkrete Werte und Erkenntnisse darüber, welche Formen der Bebauung die angenehmsten Lebensräume schaffen. Dieses Buch untersucht in umfassender Weise die Zusammenhänge zwischen den Ausprägungen baulicher Dichte und daraus entstehendenAtmosphären, Nutzungsverteilungen und deren Wertschätzung. Anhand von 9 Dichtekategorien, die den öffentlichen Raum mit einbeziehen, werden 36 exemplarische Quartiere in Zürich, Wien, München und Berlin vom Stadtrand bis zur Innenstadtfotografisch und in detailliertem Kartenmaterial dokumentiert und ausgewertet.

Eberhard Tröger (Autor), Dietmar Eberle (Hrsg.): „Dichte Atmosphäre: Über die bauliche Dichte und ihre Bedingungen in der mitteleuropäischen Stadt“, Birkhäuser, Basel, 2015


Düsseldorfer Erklärung zum Städtebaurecht

Erstmals fordern 50 Stadtbauräte und Planungsdezernenten gemeinsam von der Bundespolitik eine Änderung der Baugesetzgebung.

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Gemeinschaftlich und genossenschaftlich

Derzeit treten verstärkt neue Formen des Wohnens neben das Zusammenleben als Familie, Paar und das Alleinwohnen. Wohnprojekte übernehmen teilweise Funktionen, die einst in Familien organisiert wurden, auf freiwilliger Basis und ohne sozialstaatliche Regularien. Die Gründung von Wohnprojekten und Genossenschaften sind aktuelle Ansätze beim Wohnen, bei denen zudem bauliche und ökologische Innovationen wichtig sind. Vor allem Geselligkeit, Gemeinschaftsbildung und Hilfeleistungen sind prägende Merkmale des gemeinschaftlichen Wohnens. Besonderes Augenmerk wird in der Publikation auf die Rechtsform Genossenschaft gelenkt und Neugründungen im Kontext der langen Tradition von Genossenschaften als dritte Form des Wohnens zwischen Eigentum und Miete diskutiert. Prof. Dr. Annette Spellerberg, „Neue Wohnformen – gemeinschaftlich und genossenschaftlich“, Springer VS, Wiesbaden, 2018


Grundrissfibel

450 Wohnungsgrundrisse aus 50 Wettbewerben, die die Stadt Zürich in 13 Jahren durchgeführt hat.‚Copy and paste‘ funktioniert bei den Grundrissen nicht, sie zeigen jedoch, dass es sich lohnt, Raumorganisationen zu hinterfragen oder zumindest weiterzuentwickeln. Amt für Hochbauten der Stadt Zürich (Hrsg.), „Grundrissfibel. 50 Wettbewerbe im gemeinnützigen Wohnungsbau 1999-2012“, Edition Hochparterre, Zürich, 2015


Masterplan Stadtnatur – ein Maßnahmenprogramm der Bundesregierung für eine lebendige Stadt

Die Bundesregierung legte Anfang Juni den neuen Masterplan Stadtnatur vor. Das Ziel: lebendige Städte mit mehr natürlichen, grünen Lebensräumen – als Erholungsgebiet für Stadtbewohner und als Biotop für eine möglichst artenreiche Flora und Fauna.

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Mehr Bauland für bezahlbaren Wohnungsbau. Gute Beispiele kommunaler Boden- und Liegenschaftspolitik

Hrsg: Deutscher Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e.V., Dezember 2016, www.deutscher-verband.org > Publikationen > Dokumentationen


Mitarbeiterwohnen

Aufgrund der positiven Resonanz auf die Handreichung „Wirtschaft macht Wohnen“ erschien 2018 die Publikation „Mitarbeiterwohnen. Mehr als ein Instrument aktiver Personalpolitik“ mit gebauten Beispielen sowie ergänzenden Beiträgen. RegioKontextGmbH im Auftrag von BDB, GdW, DGfM, DMB, IG Bau und ZDB; http://www.regiokontext.de/upload/Mitarbeiterwohnen.pdf


Nach Hause kommen

Was können sozial und ökologisch integrierte Nachbarschaften dazu beitragen, dass unser Leben entspannter, gerechter und vielfältiger wird? Nach Hause kommen heißt Teilen statt Tauschen, Zusammenarbeiten anstelle von Übervorteilen. Die neue Welt der Commons beginnt dort, wo wir wohnen ... Ein kleines 150 Seiten umfassendes Taschenbuch mutet mit seinem Ansatz utopisch an, doch muss man nicht maximal denken, um wenigstens einen kleinen Schritt voranzukommen? Und wenn die Politik dies schon nicht erkennt, dann haben die Menschen in gelebten Nachbarschaften Möglichkeiten, die Welt ein bisschen besser zu machen. Mit den angehängten Checklisten, z.B. wie viel Platz für ein Waschsalon einzuplanen ist, ist das Buch auch sehr pragmatisch. Verein Neustart Schweiz, „Nach Hause kommen. Nachbarschaften als Commons“, Edition Volles Haus, Zürich, 2016


Neues Wohnen auf dem Land

Wie wirkt sich der demografische Wandel in ländlichen Regionen auf die Gebäudenutzung und infrastrukturelle Versorgung der Gemeinde aus. Realisierte und geplante Beispiele aus Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz zeigen Möglichkeiten unterschiedlicher Wohnformen auf dem Land. Eva Wonneberger, Neues Wohnen auf dem Land, Springer VS, 2018


Renaissance der Genossenschaften

Eine aus dem 19. Jahrhundert stammende Idee von Selbsthilfeorganisationen in Form von Wohngenossenschaften lebt wieder auf. In Zürich hat sie eine besondere Dynamik entwickelt. Wenn auch Beispiele für Sanierungen und Modernisierungen fehlen, bietet das Buch vielfältige Anregungen, die Qualität des Wohnungsbaus zu fördern und zugleich die Kosten einzudämmen. Dominique Boudet (Hrsg.),„Wohngenossenschaften in Zürich. Großstädte und neue Nachbarschaften“, Park Books, Zürich, 2017


Roadmap Bodenpolitik

Nachhaltige Stadtentwicklungspolitik und soziale Wohnungspolitik sind ohne eine aktive und konsistente Bodenpolitik aller administrativen Ebenenlangfristig nicht umsetzbar. Der vhw und das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) haben vor dem Hintergrund des weitreichenden Handlungs- und Nachsteuerungsbedarfs – und als Fortsetzung desgemeinsamen wohnungspolitischen Plädoyers von 2016 – einen Kreis unabhängiger Experten zusammengebracht, die sich seit Jahren mit dem Thema Boden beschäftigen. Entstanden ist die Roadmap Bodenpolitik. Diese soll einen Weg zeigen, wie die vielfältigen und nicht länger hinnehmbaren Blockaden in der Bodenpolitik aufgelöst werden können. Roadmap Bodenpolitik. Bodenpolitische Agenda 2020-2030, zu finden unter www.difu.de bzw. www.vhw.de


Serielles, modulares Bauen

Mit diesem Schwerpunkt ist das aktuelle Verbandsmagazin der baden-württembergischen Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V. erschienen.

Zum Download von „aktuell Das Magazin der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Baden-Württemberg“


Vom Schwarzbrotthema zur kreativen Planungsaufgabe: Bezahlbarer Wohnraum

Bezahlbarer Wohnraum fehlt vielerorts. Der DETAIL-Band „Wohnungsbau. Kostengünstige Modelle für die Zukunft" greift dieses Thema auf und dokumentiert europäische Wohnungsbauten, die sich durch Qualität und reduzierte Baukosten auszeichnen.

Wohnungsbau. Kostengünstige Modelle für die Zukunft

Sandra Hofmeister (Hg.), November 2018. Edition DETAIL, München, 192 Seiten mit zahlreichen Abbildungen, 23 x 32 cm, Hardcover, ISBN 978-3-95553-445-5, EUR 49,90


Weißbuch Stadtgrün

Urbanes Grün ist ein prägendes Element unserer Städte. Es übernimmt vielfältige soziale, gesundheitliche, wirtschaftliche, ökologische und klimatische Funktionen und leistet damit einen zentralen Beitrag für die Sicherung und Verbesserung der Lebensqualität, der Umweltgerech- tigkeit und Klimaresilienz in den Städten. Das Weißbuch Stadtgrün, erschienen im April 2017, enthält zehn Handlungsfelder mit konkreten Maßnahmen, wie der Bund im Rahmen seiner Zuständigkeiten die Kommunen unterstützen wird, urbane grüne Infra- struktur zu stärken. www.bmub.bund.de/B1140-0


Wirtschaft macht Wohnen

Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels gewinnen Mitarbeiterwohnungen zunehmend an Bedeutung. Bereits 2016 haben sechs Verbände eine Handreichung für die gewerbliche Wirtschaft, die Wohnungswirtschaft und lokale Akteure herausgegeben; bearbeitet von der RegioKontext GmbH im Auftrag von BDB, GdW, DGfM, DMB, IG Bau und ZDB. http://www.regiokontext.de/upload/WmW.pdf


Wohnen ist individuell

Zum Thema existieren zahlreiche Studien über Standards, Entwicklungen und Trends, die die Bedürfnisse von Menschen analysieren und vergleichen. Das DETAIL-Buch zeigt, wie Planerinnen und Planer Ideen entwickeln, die dem Bedürfnis der Menschen nach einem ausgewogenen Maß von individuellem und gemeinschaftlichem Raum, auch hinsichtlich der Freiflächen, entsprechen. Christian Schittich (Hrsg.), wohnen housing best of, Edition DETAIL, München, 2012


Wohnen. Markt in Schieflage – Politik in Not

Dass derzeit zu wenig Wohnungen gebaut werden, dass trotz anziehender Baugenehmigungen das Angebot nicht die Nachfrage deckt, dass die Mieten nach zehn ruhigen Jahren in manchen Städten anziehen und dass Haushalte mit geringem Einkommen vor allem beim Wohnungswechsel die Leidtragenden sind, darüber sind sich Politiker, Mietervereine und Wohnungsexperten einig: Hinsichtlich der Diagnose, was die Ursachen der Schieflage sind, gibt es Dissens und hinsichtlich der wohnungspolitischen Optionen, wie die Mieten im sozialpolitisch verträglichen Rahmen gehalten werden können, darüber gehen die Meinungen weit auseinander. Mit Änderungen des Mietrechts allein ist es nicht getan. Es fehlt an Konzepten, um den Wohnungsmarkt zu stabilisieren.

Während der Bestand „alter“ Sozialbauwohnungen von Jahr zu Jahr schrumpft, werden kaum noch neue Sozialwohnungen fertig gestellt. Sie „rechnen“ sich nicht. Projektiert werden Miet- und Eigentumswohnungen für Gutverdienende. Gleichzeitig zieht der deutsche Immobilienmarkt international vagabundierendes Kapital an.

Eberhard v. Einem (Hrsg.), Springer VS, Wiesbaden 2016


Wohnvielfalt. Gemeinschaftlich wohnen – im Quartier vernetzt und sozial orientiert

In diesem Buch, erschienen im Juni 2017, wird als Ergebnis aus dem Forschungsprojekt, bearbeitet von Prof. Susanne Dürr und Dr. Gerd Kuhn, der Blick auf die unter - schiedlichen Dimensionen der Quartiersvernetzung und Nachbarschaftsbildung gemeinschaftlicher Wohnprojekte gerichtet. Kostenfrei zu bestellen bei der Wüstenrot Stiftung: info@wuestenrot-stiftung.de