Magazin für zeitgemäßes Wohnen

Publikationen


Clusterwohnungen. Eine neue Wohnungstypologie für eine anpassungsfähige Stadtentwicklung

Die heute realisierten Bauprojekte prägen die Stadt von morgen, doch welche Wohnungen werden zum Beispiel in Städten 2030 nachgefragt? Clusterwohnungen könnten u.a. eine Lösung sein. Wie diese neue Wohntypologie funktioniert, ist in der anschaulichen Publikation nachzulesen.

Wie werden sich Arbeits- und Wohnformen sowie die damit verbundenen kulturellen Standards in den nächsten 50 oder 100 Jahren entwickeln? Wir wissen es nicht. Gleichwohl prägen die heutigen Bauprojekte maßgeblich die zukünftige Stadtgestaltung und deren Nutzungsmöglichkeiten. Was wir jedoch wissen ist: Sämtliche gesellschaftliche Veränderungen gewinnen an Dynamik. Es ist daher entscheidend, bauliche Strukturen zu realisieren, die den wachsenden Anforderungen an Flexibilität, Anpassungs- und Wandlungsfähigkeit ökonomisch und ökologisch gerecht werden.

In den letzten Jahren wurden unter dem Begriff „Cluster-Wohnungen“ Pilotprojekte gemeinschaftlichen Wohnens gesammelt, in denen mit unterschiedlichen Sozial-, Bau- und Eigentumsformen experimentiert wurde. Forschende der HTW Berlin und FH Potsdam legten nun eine vom BBSR betreute Studie vor, in der sie die Charakteristika dieser Wohnungstypologie und Wohnform systematisch erfassten und den Realisierungsprozess von gebauten Projekten untersuchten. Acht Fallbeispiele aus Deutschland und der Schweiz widerspiegeln die baulichen, sozialen, energetischen, rechtlichen und ökonomischen Qualitäten von Cluster-Wohnungen sowie deren Beitrag für eine resiliente Stadtentwicklung. Aufgezeigt werden zudem die Bedingungen für eine Übertragbarkeit und Skalierung in größeren Maßstäben.

Die Publikation, herausgegeben vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), erschien im Februar 2020 in der Reihe „Zukunft bauen: Forschung für die Praxis“. Die Autoren sind Prof. Dr.-Ing. Michael Prytula und Dipl.-Ing. Manuel Lutz von der Fachhochschule Potsdam sowie Prof. Dr.-Ing. Susanne Rexroth und Dipl.-Ing. Friedrich May von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. Sie kann hier kostenfrei bestellt und/oder heruntergeladen werden.


Wohnen jenseits des Standards – auf den Spuren neuer Wohnlösungen

Genossenschaften und Baugemeinschaften bieten in zahlreichen Städten eine Alternative zu herkömmlichen Akteuren am Wohnungsmarkt. Sie sprechen zumeist aufgeschlossene Zielgruppen an, die neue Wohnangebote suchen. In KONZEPT haben wir immer wieder entsprechende Projekte vorgestellt, um auch mehr für diese Wohnformen zu werben. Als Beispiele seien das Seniorenzentrum Frickingen eG oder die Baugemeinschaft MaxAcht in Stuttgart, die Wohnanlage Bechererstraße in Emmendingen oder das Projekt 13ha Freiheit in Mannheim erwähnt.

Genossenschaften und Baugemeinschaften handeln hier wie Pioniere im Wohnungsmarkt. Sie erproben für ihre spezifischen Nutzer/innen neue Wohnlösungen. Die Uminterpretation von Standards ist dabei ein zentrales Thema. Denn bei begrenzten finanziellen und personellen Ressourcen entstehen Gestaltungsspielräume nur dann, wenn Grenzen neu ausgelotet werden. Die so realisierten Wohnungsbauten weisen zahlreiche Innovationen auf – nicht nur baulich und technisch, sondern auch sozial, ökonomisch und kulturell.

Das Projekt

Ein Forschungsprojekt der Wüstenrot Stiftung beschäftigt sich gezielt mit diesen innovativen Lösungen für bedürfnisgerechte und differenzierte Wohnangebote. Für dieses Projekt untersucht das Büro 4architekten ausgewählte Akteure und ihre realisierten Wohnungsbauprojekte. Neben den innovativen Lösungsansätzen werden die dahinterstehenden ökonomischen, sozialen und kulturellen Treiber sowie die Aushandlungs- und Abwägungsprozesse in der Projektgenese durchleuchtet. Ebenfalls im Blick der Untersuchung ist die langfristige Wohnqualität: Welche Lösungen bewähren sich im Lebenszyklus der Immobilie und überdauern damit die individuellen Absichten und Impulse der Nutzer/innen, Entwerfer/innen und Projektentwickler/innen zu Projektbeginn?

Ziel des Projekts ist es, von den Erfahrungen innovativer Akteure zu lernen. Insbesondere geht es hier um eine stärkere Differenzierung, Flexibilisierung und Wahlfreiheit des Angebots im Mietwohnungsbau. Zusätzlich sollen der Wissenstransfer sowie die Diskussion unter innovativen und herkömmlichen Akteuren gefördert werden. Die nun vorliegende Publikation „Wohnen jenseits des Standards. Auf den Spuren neuer Wohnlösungen für ein differenziertes und bedürfnisgerechtes Wohnungsangebot“ fasst die Ergebnisse des Forschungsprojekts informativ zusammen. Eine Lektüre, die sich lohnt, zumindest für alle, die sich mit dem Thema Wohnungsbau beschäftigen und ihn weiter voranbringen wollen!

Die Publikation ist kostenlos und kann hier bestellt werden.


Vorstellung des Baukulturberichts 2020/2021: Öffentliche Räume

Am 24. Juni 2020 hat die Bundesstiftung Baukultur ihren aktuellen „Baukulturbericht“ vorgestellt. Alle zwei Jahre vermittelt dieser einen offiziellen Status zum Planen und Bauen in Deutschland.

Gleichzeitig ein politisches Instrument enthält der Bericht Positionen, Projektbeispiele und Expertenmeinungen. Sämtliche Erkenntnisse münden dabei stets in einer konkreten Handlungsempfehlung für die Politik und alle, die am Planen und Bauen beteiligt sind.

In der aktuellen Fassung geht es um öffentliche Räume, ihre Wechselbeziehungen zum Menschen und die besondere Verantwortung bei der Konzeption und Umsetzung, wenn es um freizugängliche Flächen geht. Fazit: Öffentliche Räume brauchen eine starke Lobby!

Diesjährige Fokusthemen des Baukulturberichts:

  • „Städtebau und Freiraum“
  • „Gestaltung von Infrastrukturen“
  • „Demokratie und Prozesskultur“

Zum Bestellformular und zur Inhaltsangabe des Baukulturberichts 2020/2021 geht es hier.

 

„Geht doch!“ – Ein persönliches Statement zu bezahlbarem Wohnraum

Viele Jahre, Jahrzehnte war das Thema Wohnungsbau wenig beliebt und publiziert. Mit den unzähligen Debatten über den Mangel am Wohnraum hat sich dies schlagartig geändert. In KONZEPT haben wir immer wieder auf neue Bücher und andere aktuelle Veröffentlichungen rund ums Thema hingewiesen; die entsprechende Seite ist in der Zwischenzeit lang. Das nun druckfrisch vorliegende Werk „Geht doch!“ fällt jedoch etwas aus dem Rahmen, und das nicht nur optisch, sondern auch inhaltlich – im positiven Sinn. Warum?

Herausgegeben wurde es im Eigenverlag von dem Architekten Klaus Wehrle sowie seinen Kindern Hannah und Jonas Wehrle, die den beruflichen Fußstapfen des Vaters folgen. Sie wollen damit zur Diskussion anregen und einen fundierten Beitrag zu den aktuellen Debatten leisten. Und das gelingt, weil das Buch ganz klar eine Position vermittelt, die auf den Erfahrungen des langjährigen Berufsalltags beruht. Und weil Klaus Wehrle auch immer wieder neue Wege einschlägt und damit den Planungsalltag optimiert – in den Prozessen und Abläufen, aber auch bezogen auf die Baukosten. Darüber legt dieses Buch beredtes Zeugnis ab, denn in ihm sind diese Wege beschrieben und auch die Kosten offengelegt.

In jahrzehntelanger Praxis hat Klaus Wehrle ein Erfolgsmodell entwickelt und erprobt: eine professionell angeleitete Baugemeinschaft, die auf der direkten Zusammenarbeit von Planern und mittelständischen lokalen Handwerkern basiert. Dies ermöglicht Kostensicherheit und eine Reduzierung der Baukosten um bis zu 20 Prozent gegenüber konventionellen Bauträgermodellen. Sieben realisierte Projekte, die in der Publikation ausführlich vorgestellt werden, belegen dies mit Kennzahlen, u. a. der Wohnhof Golfstraße in Gutach, den wir bereits bei KONZEPT online vorgestellt haben, genauso wie das „Handbuch Bauteam – ein Leitfaden für Architekten und Handwerker“, das Klaus Wehrle in seiner Zeit als Vorstandsmitglied der Architektenkammer Baden-Württemberg mitverantwortet hat.

Lesenswert machen das Buch darüber hinaus sieben Interviews mit (im Wesentlichen) baden-württembergischen Persönlichkeiten wie Ernst Ulrich von Weizäcker, der für mehr Nachhaltigkeit beim Bauen plädiert, oder Susanne Dürr, die freistehende Einfamilienhäuser für gesellschaftlich nicht tragbar hält, oder Bernd Raffelhüschen, der weniger staatliche Maßnahmen fordert.

„Geht doch!“ Nach der Lektüre stimmt man den Autoren zu, die ihre Publikation ihren Kolleginnen und Kollegen, aber auch den Bauunternehmern und Bauherren, ebenso wie den Kommunen und der Politik als Arbeitsbuch ans Herz legen. Dabei unterstützt die KONZEPT-Redaktion sie gerne, denn die Autoren zeigen engagiert, dass das Bauplanungsrecht viele Möglichkeiten bietet und sie wollen den kommunalen Entscheidern Mut machen, diese Instrumente auch anzuwenden.

Geht doch! Ein Buch über bezahlbares Wohnen

Hannah Wehrle, Jonas Wehrle, Klaus Wehrle (Hrsg.), April 2020, RegioWerk GmbH, Gutach i.Br., 24 x 17cm, 260 Seiten Hardcover, zahlreiche Grafiken und Abbildungen, Freiburg i.Br. ISBN 978-3-00-065192-2 (deutsch) EUR 49,00; zu beziehen über das Netzwerk Südbaden

Einblicke in die Wirkungszusammenhänge von Architektur und Gesellschaft

Der demografische und gesellschaftliche Wandel stellt neue Anforderungen an die Architektur. Die Architektursoziologin Katharina Weresch untersucht in diesem grundlegenden Band drei nach Lebensbereichen ausgewählte Bautypologien: die Kindertagesstätte, das Familien- und Mehrgenerationenwohnen sowie Altenwohnanlagen und Pflegeeinrichtungen. Ausgehend von Norbert Elias‘ soziologischen Studien skizziert sie deren historische Entwicklung und zeigt auf, wie sich die Verhaltens- und Empfindungsstandards einer Gesellschaft räumlich, ästhetisch und architektonisch manifestieren. Gebaute Beispiele aus den letzten zwei Jahrzehnten wie der Betriebskindergarten Troplo Kids in Hamburg, die Münchner Genossenschaft wagnisART oder das niederländische Demenzdorf De Hogeweyk werden auf ihre Funktionalität hin erforscht und zum Teil auch empirisch untersucht.

Funktionen der Architektur bietet einen detaillierten Einblick in die Wirkungszusammenhänge von Architektur und Gesellschaft und stellt zugleich anwendbares Planungswissen bereit. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Architektur zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen kann – und so die kindliche Entwicklung, die individuellen Wohnbedürfnisse von Familien, die Kommunikation zwischen den Generationen und die Gesunderhaltung älterer Menschen fördern kann.

Das Ergebnis einer Forschungsarbeit kann sich sehen lassen. Und es ist lesenswert, weil es einleuchtend Entwicklungen darlegt und aus gewonnenen Erkenntnissen Wege für sinnvolle und zeitgemäße Planungen aufzeigt.

Funktionen der Architektur
Katharina Weresch, Jovis Verlag, Berlin, 02.2020, Hardcover, 21 × 26,5 cm, 304 Seiten, 400 farb. und s/w Abb., Deutsch, ISBN 978-3-86859-585-7, 58,00 Euro

Architektur auf gemeinsamem Boden – Positionen und Modelle zur Bodenfrage

Unser Umgang mit Grund und Boden beeinflusst Architektur und Stadtentwicklung maßgeblich. Im letzten Jahrzehnt haben die Privatisierung von urbanem Boden sowie die Spekulation damit dramatisch zugenommen. Viele europäische Städte, die einem hohen Entwicklungsdruck unterliegen, verfügen selbst über so gut wie keinen baufähigen Bodenvorrat mehr. Angesichts der akuten Wohnungsnot stellt sich somit die Bodenfrage erneut: Inwiefern vermögen wir es, Boden als gemeinschaftliches Gut zu behandeln und ihn den Exzessen des Kapitalismus zu entziehen?

Architektur auf gemeinsamem Boden geht dieser Frage umfassend auf den Grund, indem es einen historischen Überblick liefert und dabei den Bogen von Henry George bis in die gegenwärtige Zeit spannt. Interviews mit globalen Akteuren geben Aufschluss über den heutigen Umgang mit der Bodenfrage. Das Buch zeigt herausragende Projekte, denen entweder eine rechtliche oder eine räumliche Trennung von Grund und Boden zugrunde liegt. Es liefert somit einen wertvollen Beitrag zur aktuellen Diskussion über eine nachhaltige Bodenpolitik.

Architektur auf gemeinsamem Boden. Positionen und Modelle zur Bodenfrage. Florian Hertweck (Hg.), mit Beiträgen von Dirk Löhr, Bart Lootsma, Sylvia Claus, Giovanni la Varra, Franziska Eichstädt-Bohlig, Tanja Herdt, Laura Weissmüller u. a., Broschur, 14 × 20 cm, 400 Seiten, 65 Abbildungen, erschienen 2020, ISBN 978-3-03778-602-4, 25,00 Euro

Housing the Family ­– Locating the Single-Family Home in Germany

Das Einfamilienhaus, seit den 1950er-Jahren von der Politik gefördert, symbolisiert nach wie vor den Traum von Zuhause, Wohlstand und Status. Noch 2011 befanden sich in Deutschland zwei von drei Haushalten in einem Einfamilienhaus. Doch insbesondere im ländlichen Raum sind Kommunalverwaltungen und Lokalpolitik vermehrt mit leerstehenden Häusern aus den 1950er bis 1980er Jahren konfrontiert—und zugleich hält die Nachfrage vor allem junger Familien nach Neubaugrundstücken im Grünen an.

Die Forschungen in diesem Band dokumentieren dieses Spannungsverhältnis. Wohl wissend, dass Architektur und Stadtplanung dieses Wohn- und Lebensmodell längst kritisieren, werfen sie einen interessierten Blick auf das Einfamilienhaus zwischen Alltagsleben und Populärkultur, demografischem Wandel und Wohlfahrtsstaat, Materialaufwand und Ressourcenbilanz. Schade, dass diese interessante Publikation schwerpunktmäßig den englischen Sprachraum im Fokus hat.

Housing the Family. Locating the Single-Family Home in Germany. Christiane Cantauw / Anne Caplan / Elisabeth Timm (Hg.), Broschur, 16,5 x 24 cm, ca. 328 Seiten, 75 Abb., Englisch, ISBN 978-3-86859-543-7, erschienen 12.2019, 32.00 Euro

„Gemeinschaft bauen“ herausgegeben von der Familie Hagmann

Wohnen und Arbeiten auf dem Hagmann-Areal in Winterthur; Park Books

Vermächtnis für kommende Generationen: Eine Winterthurer Familie baut ein Zuhause für über hundert Personen – ein Beispiel, das Mut macht.

In Zürich, Genf und Basel entstanden in den vergangenen Jahren international beachtete Bauten von Genossenschaften. Was aber, wenn eine Familie aufgrund glücklicher Umstände Land besitzt und ausreichend Mittel, um zu bauen? Und was, wenn es keine Villa mit Pool und Parkanlage werden soll, sondern ein Vermächtnis für die nächsten Generationen und eine Handreiche an die Gesellschaft? – Es wurde ein Neubau mit 50 Wohnungen, Gewerbe, Gemeinschaftsräumen, Sauna, Jokerzimmern, Werkstatt, zusammenhängenden Balkonen, autoarm, orientiert an den Zielen der 2000-Watt-Gesellschaft, mit Beeten, Pizzaofen, Grillstelle und einem Innenhof als Begegnungsort. Die Winterthurer Familie Hagmann hat diesen Schritt gewagt und seit Frühjahr 2018 wohnen 122 Menschen im Hagmann-Areal. Die Überbauung wurde mit dem Architekturpreis Kanton Zürich 2019 ausgezeichnet und gewann einen Gold Award der renommierten europäischen Architekturauszeichnung „best architects“. Das bunte, empfehlenswerte Lesebuch gibt Einblicke in die Entstehung dieses außergewöhnlichen Wohnbauprojekts. Es möchte all jenen Mut machen, die sich auch die Frage stellen, wie sie ein Haus bauen könnten.

Gemeinschaft bauen herausgegeben von der Familie Hagmann. Mit Beiträgen von Ulrike Ulrich, Karin Salm, Caspar Schärer und Sabine Wolf. Fotografien von Dominic Büttner, Georg Aerni, Céline Brunko, Eva Linder und Volker Schupp, 1. Auflage 2019, Broschiert, 240 Seiten, 72 farbige Abbildungen, farbige Planbeilage, 16 x 20 cm, ISBN 978-3-03860-179-1, 34,00 Euro

Neue Partner für die Quartiersentwicklung

Mit gemeinwohlorientierten Initiativen Stadt gestalten

Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat

In den vergangenen Jahren haben zahlreiche gemeinwohlorientierte und selbstverwaltete Initiativen begonnen, sich für das Zusammenleben in Stadt- und Ortsteilen zu engagieren. Sie übernehmen, erhalten, sanieren und betreiben Orte der sozialen und kulturellen Infrastruktur, der Bildung und Begegnung, des Wohnens und der lokalen Ökonomie. Das Anliegen dieser Broschüre ist es, Kommunen zu ermutigen, die Initiativen noch stärker als bisher partnerschaftlich in die Quartiers- bzw. Stadtentwicklung einzubeziehen.

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lebenswert. Familientaugliche Wohnungen statt Einfamilienhäuser

Wessobrunner Kreis e. V. (s. hier und hier und hier)

Der Wessobrunner Kreis, 1998 gegründet, ist ein Forum für alle, die an Architektur interessiert sind. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine zeitgemäße wie zukunftsorientierte Stadt- und Umweltplanung sowie eine qualitätsvolle Architektur zu fördern. So gab er 2019 die Publikation „lebenswert. Familientaugliche Wohnungen statt Einfamilienhäuser“ heraus.

Darin dokumentiert der Wessobrunner Kreis seine Erfahrungen, wie sich beim Wohnungsbau der enorme Flächenverbrauch einschränken lässt – der in den vergangenen Jahrzehnten zu einem großen Teil durch den Bau von Einfamilienhäusern zustande gekommen ist.

In der Publikation werden Konzepte aufgezeigt für Wohnungen, die ein gleichwertiges Angebot an Fläche und Funktionalität bieten, wie das Gros der Einfamilienhäuser es aufweist. Darüber hinaus präsentiert sie das Potenzial der sharing-community-Gesellschaft, Bereiche der Ökologie des Wohnens sowie Vorschläge zur nachträglichen, besseren Nutzung von bebauten Grundstücken – plus eine Zusammenfassung der energetischen Vorteile aller ausgearbeiteten Vorschläge.

Mit der Publikation soll die Diskussion über die dringende Weiterentwicklung des Wohnungsbaus angeregt werden. Und sie soll Interessierte, junge Kollegen, etablierte Büros, Bauträger und private wie öffentliche Bauherren zur Nachahmung und Verbesserung anregen. Nicht zuletzt will der Wessobrunner Kreis den verordnungsgebenden Institutionen vorschlagen, vermeintlich unumstößliche Regelungen, Standards und Vorschriften zu überarbeiten.

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Eine Geschichte des gemeinschaftlichen Wohnens

Das Buch erzählt die Geschichte des gemeinschaftlichen Wohnens von ca. 1850 bis heute. Drei Motive des Teilens – die ökonomische, politische und soziale Intention – gliedern die Wohnobjekte, die einer historischen Analyse unterzogen und in neun Entwicklungsphasen geordnet werden. Im Vergleich untersucht die Autorin unterschiedliche Nutzungen, ihre Entstehungsformen und deren Entwicklungslinien bis heute, und zeigt so, wie das alltägliche Zusammenleben und die Abstufung der Wohn-Intimität in Europa praktiziert werden. Aufgrund seiner umfassenden Darstellung, durch die Analyse der Typologie, Grundrissstudien sowie Nutzer- und Expertenbefragungen, kann das Buch auch als Lexikon oder Handbuch zum gemeinschaftlichen Wohnen gelten. Ein präziser Überblick, der in dieser Form einzigartig ist.

Eine Geschichte des gemeinschaftlichen Wohnens. Modelle des Zusammenlebens
Susanne Schmid, Herausgeber: Susanne Schmid, Dietmar Eberle, Margrit Hugentobler, Birkhäuser Verlag GmbH, Oktober 2019, Hardcover, mit zahlreichen farbigen Abbildungen und Plänen, ISBN 978-3-0356-1851-8, 39,95 Euro

Auf dem Weg zur IBA 2027 StadtRegion Stuttgart

Wie wollen wir in Zukunft leben? Wie wollen wir wohnen? Diesen Fragen widmet man sich an vielen Orten, in Stuttgart und der umgebenden Region aber besonders intensiv. Denn zum 100-jährigen Jubiläum der Weißenhofsiedlung wird die „IBA 2027 StadtRegion Stuttgart“ ihr Präsentationsjahr feiern und der Welt Lösungsansätze für die städtebaulichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts aufzeigen.

Eine Publikation, die den Weg von der Idee bis zur Gründung der GmbH dokumentiert, liest sich wie eine Anleitung eines gut bestückten Werkzeugkastens. Viele Wegbegleiter der IBA vermitteln in ihren Beiträgen ihre Ideen und Visionen für die Landeshauptstadt und die Region und machen Mut, Neues auszuprobieren. Und die möglichen Entwicklungen, die von vielen Experten, darunter auch der Präsident der Architektenkammer Baden-Württemberg Markus Müller sowie der Sprecher der fünf Stuttgarter Kammergruppen Thomas Herrmann, gelten selbstverständlich nicht nur für IBA hier, sondern geben auch Denkanstöße für andere Kommunen.

Auf dem Weg zur IBA 2027 StadtRegion Stuttgart
Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS), av edition, November 2019, 256 Seiten, Softcover, ISBN 978-3-8998-6322-2, 34,00 Euro

Mehr Gerechtigkeit!

Wir brauchen eine neue Bodenordnung – nur dann wird auch Wohnen wieder bezahlbar, davon ist Hans-Jochen Vogel überzeugt. Der ehemalige SPD-Vorsitzende streitet mit 93 Jahren noch immer für eine neue Bodenrechts-Reform, in der Regeln des Marktes dem Gemeinwohl untergeordnet sind. Bereits als Oberbürgermeister der Stadt München warnte er 1971 vor explodierenden Bodenpreisen. Zehn Jahre später, als Regierender Bürgermeister von Berlin, mahnte er erneut einen am Gemeinwohl orientierten Umgang mit dem Boden an, denn Boden sei keine beliebige, vermehrbare Ware und dürfe daher nicht länger Objekt von Spekulationen bleiben. Doch seine Forderungen setzten sich nicht durch, sind heute aber so aktuell wie damals. Nun hat Vogel diese in einem Buch zusammengefasst und auch seine Empfehlungen an die Baulandkommission erläutert. Diese Streitschrift ist eine lesenswerte und lohnende Lektüre – und ein Weckruf an die Politik!

Mehr Gerechtigkeit! Wir brauchen eine neue Bodenordnung – nur dann wird auch Wohnen wieder bezahlbar
Hans-Jochen Vogel, Verlag Herder, 2019, kartoniert, 80 Seiten, ISBN 978-3-451-07216-1, 12,00 Euro

Mehr Wohnungsbau durch Innenentwicklung

BMI und BBSR präsentieren Ergebnisse aus Modellvorhaben (Pressemeldung vom 27. November 2019)

Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat stellte am 27. November 2019 gemeinsam mit dem BBSR die Ergebnisse des Forschungsprojekts „Aktivierung von Innenentwicklungspotenzialen in wachsenden Kommunen“ vor. Acht Kommunen, darunter zwei aus Baden-Württemberg, erprobten dabei, wie durch aktives Innenentwicklungsmanagement mehr Flächen für den Wohnungsbau bereitgestellt werden können; Aalen hat ein Förderprogramm aufgelegt, Offenburg nutzt das Instrument „Konzeptvergaben“. Die Erfahrungen aus den Modellvorhaben für ein aktives Innenentwicklungsmanagement sind auch in die Beratungen der Baulandkommission eingeflossen, zahlreiche Empfehlungen aus dem Forschungsprojekt werden zudem bei der Novellierung des Baugesetzbuches aufgegriffen. Ein Gesetzentwurf soll noch in 2019 in das parlamentarische Verfahren eingebracht werden. Die Baulandkommission hat darüber hinaus empfohlen, förmliche Planungsverfahren durch integriertes Verfahrensmanagement zu optimieren und für die Steuerung zentrale Ansprechpartner, zum Beispiel ein Innenentwicklungsmanagement oder eine Wohnungsbauleitstelle, als direkte Anlaufstelle einzurichten.

Weitere Informationen zum Thema Aktivierung von Innenentwicklungspotenzialen in wachsenden Kommunen sowie zu den Modellvorhaben finden Sie hier.

Der Abschlussbericht mit Empfehlungen für die Planungspraxis folgt im Frühjahr 2020. Die Empfehlungen auf Grundlage der Beratungen in der Baulandkommission und Informationen zum Umsetzungsstand der Wohnraumoffensive finden Sie hier.


Vokabular des Zwischenraums

Wie können die elementaren Bedürfnisse nach Rückzug und Interaktion in unserem dichter werdenden Wohnumfeld berücksichtigt werden? Und wie nehmen Bewohnerinnen und Bewohner ihr Umfeld und die konkreten Spielräume zur Gestaltung von Rückzug und Interaktion ihrer Wohnsituation wahr?

Ausgehend von diesen Fragen untersuchte ein interdisziplinäres Forschungsteam der Hochschule Luzern ausgewählte Wohnquartiere. Im Fokus stand dabei der sogenannte «erweiterte Fassadenraum», der die Gebäudehülle, den Zwischenraum bis zur gegenüberliegenden Fassade und die dahinterliegenden Innenräume umfasst. Das Resultat der Studie ist keine Handlungsanweisung, sondern ein „Vokabular des Zwischenraums“.

Dieses inspirierende Nachschlagewerk stellt sieben Begriffe wie etwa „Tarnung“, „Intermezzo“ oder „Flirt“ vor, die das Verhältnis von Öffentlichkeit und Privatheit charakterisieren. So unterschiedlich diese Begriffe sind, entspringen sie doch dem gemeinsamen Leitgedanken, die allerorts geforderte bauliche Verdichtung nicht lediglich als Sachzwang hinzunehmen, sondern als räumlich-atmosphärische Qualität zu nutzen.

Vokabular des Zwischenraums.
Gestaltungsmöglichkeiten von Rückzug und Interaktion in dichten Wohngebieten.
Angelika Juppien, Richard Zemp, Park Books AG, September 2019, 208 Seiten, ISBN-13 9783038601548, 38,00 Euro

QUARTIER Fachmagazin für urbanen Wohnungsbau

Ähnlich wie die Architektenkammer Baden-Württemberg mit KONZEPT informiert das Fachmagazin für urbanen Wohnungsbau QUARTIER über professionelles und kostensensibles Bauen, wegweisende Neubauprojekte und vorbildliche Bestandsbauten sowie über aktuelle Trends und Entwicklungen im Wohnungsbau. Die Publikation erscheint alle zwei Monate und widmet sich den Themenfeldern Städtebau und Quartiersentwicklung, Baukosten und Finanzierung, Recht und Steuern sowie Energie, Technik und Baustoffe. Zudem werden Neubauprojekte und Sanierungen von der Planung bis zur Umsetzung vorgestellt. In der Ausgabe 3.2019 zum Beispiel ein Ausbauhaus einer Baugemeinschaft in Berlin, dessen Konzept die Wahl zwischen verschiedenen Ausbaustandards wie „Minimal“, „Wohnung“ und „Rohbau zum Selbstausbau“ bietet. Wie serieller Holzbau im Bestand funktioniert, zeigt eine modernisierte Wohnanlage in Augsburg. In einer Serie erklären die baden-württembergischen Architekten Thomas Gauggel und Matthias Gütschow, wie offene Konzeptvorgaben in der Stadtentwicklung zu nutzen sind. Die nächste Ausgabe erscheint im August. Informationen finden Sie unter www.magazin-quartier.de

Am 24. Oktober lädt der Forum Verlag zudem zur QUARTIER-Jahrestagung 2019 nach München ein. Auf dem Programm stehen Fachinformationen zum Kostenmanagement und zu neuen Wohnformen.


Wer baut Deutschland?

Inventur zum Bauen und Wohnen 2019

Unter der Überschrift „zu wenig | zu teuer | zu weit weg. Deutschlands soziale Frage: WOHNEN“ luden am 9. Mai das Verbändebündnis Wohnungsbau (Mieterbund, IG Bau, ZDB, GdW, BFW, DGfM und BDB) zum 11. Wohnungsbau-Tag nach Berlin ein. Im Rahmen dieser Veranstaltung Tobias Koch, Principal vom PROGNOS-Institut die neue Studie „Wer baut Deutschland?“ vor. In ihr werden Engpässe benannt – knappes Bauland, fehlende Kapazitäten in der Bauwirtschaft, langwierige Planungs- und Genehmigungsprozess der Behörden – die das Bauen in Deutschland langsam und vor allem auch teuer machen – passend zum Motto des Wohnungsbau-Tages 2019: „Zu wenig. Zu teuer. Zu weit weg“. Um dem Mangel zu begegnen und ein „Mehr“ an Qualität und Quantität zu erreichen, stellte das Verbändebündnis Wohnungsbau, Auftraggeber der Studie, zehn Handlungsempfehlungen auf, die von Bund, Ländern und Kommunen umgesetzt werden müssen.

Studie „Wer baut Deutschland?“ zum Download
10-Punkte-Forderung des Verbändebündnis Wohnungsbau zum Download
Präsentation: „Wer baut Deutschland?“ zum Download


Deutschlandstudie 2019 Wohnraumpotenziale in urbanen Lagen: Aufstockung und Umnutzung von Nichtwohn- und Wohngebäuden

Um den hohen Bedarf an bezahlbarem Wohnraum zu decken, „müssen die Potenziale im hochurbanen und gut erschlossenen innerstädtischen Bereich besser genutzt werden“, erläuterte Prof. Dr. Karsten Tichelmann von der TU Darmstadt in der dritten KONZEPT-Ausgabe „bezahlbar bauen und wohnen“ und verwies auf die Deutschlandstudie 2015. Diese hatte er an seinem Fachgebiet Tragwerksentwicklung im Fachbereich Architektur in Zusammenarbeit mit dem ISP Eduard Pestel Institut für Systemforschung e. V. erstellt. Ein Ergebnis war, dass hierzulande auf Geschosswohnungsbauten in den wachsenden Ballungszentren über eine Million neuer Wohnungen entstehen könnten: kostengünstig und qualitätvoll nachverdichtet. Lesen Sie auch hier.

Ende Februar 2019 wurde in Berlin die Deutschlandstudie 2019 vorgestellt, die den Fokus auf die Wohnraumpotentiale in urbanen Lagen, Aufstockung und Umnutzung von Nichtwohngebäuden legt. Bei konservativer Annahme beziffert die Studie das zusätzliche Wohnraumpotenzial mit bis zu 2,7 Millionen zusätzlichen Wohneinheiten auf Wohn- sowie auf Nichtwohngebäuden.

Um die hergeleiteten Volumina der Verdichtung von Städten, vorrangig von Aufstockungen, nutzen zu können, sind allerdings eine Reihe von bauordnungs- und bauplanungsrechtlichen Vorgaben neu zu definieren. Diese werden in der Studie benannt und entsprechende Handlungsempfehlungen, um einen möglichst hohen Anteil an bezahlbarem neuem Wohnraum zu aktivieren, abgeleitet. 20-Best-Practice-Beispiele wie die Umnutzung und Aufstockung der Kirche St. Elisabeth in Freiburg zeigen auf, wie auf diese Art und Weise ein wesentlicher und qualitätvoller Beitrag zum Wohnungsmarkt in urbanen Räumen geschaffen werden kann.


ready – vorbereitet für altersgerechtes Wohnen

721.000 Hochbetagte (Menschen über 85 Jahre) werden voraussichtlich bis zum Jahr 2050 in Baden-Württemberg leben. Davon ist unser Wohnen maßgeblich betroffen. Neben der schrittweisen Anpassung des Bestands sind Neubauten bereits heute altengerecht zu planen und zu bauen. Bereits 2014 hat Prof. Dr. Jocher mit seinem Team dafür in einer Forschungsarbeit neue Standards und Maßnahmensets entwickelt. Diese Forschungsarbeit, herausgegeben vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, Bonn, verfolgt im Kern zwei Ziele. Sie versucht einen Mindeststandard (ready) festzulegen, der unter Berücksichtigung der Kosten für die meisten Menschen eine altengerechte Wohnung definiert. In einem dreistufigen Modell (ready, readyplus, allready) werden weitere Bedürfnisse hinsichtlich Funktion und Komfort berücksichtigt. Ältere Menschen sind heute gesünder und fühlen sich auch so. Trotzdem gilt bereits für einen kleinen Teil dieser Altersgruppe eine geringe Mobilitätseinschränkung, etwa, wenn eine Gehhilfe (Stock oder Rollator) benutzt wird. Erst bei Hochaltrigen wächst die Prozentzahl derjenigen stark an, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Hier wird ein genereller Konflikt sichtbar: Für die meisten Personen besteht keine Notwendigkeit, eine möglicherweise in vollem Umfang rollstuhlgerechte Wohnung zu bewohnen – sie werden zeitlebens in aller Regel keinen Rollstuhl benötigen. Auf der anderen Seite wächst mit zunehmendem Alter das Risiko, nach einem langen gesunden Leben schlagartig an den Rollstuhl gefesselt zu werden. Dieses Risiko ist latent immer vorhanden, selbst für jüngere Personen. Worin besteht die Lösung? In einer hohen Planungsflexibilität, die eine schnelle und kostengünstige Anpassung an die tatsächlichen Bedürfnisse ermöglicht. Eine Anpassung, die auch wieder rückgängig gemacht werden kann. Eine zweite wichtige Forschungsfrage betrifft die Altengerechtigkeit der Wohnungen. Gerade die weite Interpretationsfähigkeit dieses Begriffs erlaubt der Wohnungswirtschaft mit dem Begriff der Altengerechtigkeit sehr großzügig, ja tendenziell willkürlich umzugehen. Dabei muss die Eignung einer Wohnung für ältere Menschen bzw. Senioren keineswegs ein verkaufshemmendes Stigma sein, im Gegenteil! Auch jüngere Wohnungskäufer schätzen die Annehmlichkeiten einer weitgehend barrierefreien, großzügig gestalteten Wohnung. Dennoch gibt es hierfür bislang keine verbindliche Definition. Allein auf eine DIN-Norm (Barrierefreie Wohnungen) zu setzen, erscheint unbefriedigend.

Lesen Sie auch hier das vor vier Jahren geführte Interview mit Prof. Dr. Thomas Jocher zu „ready“, erschienen in der März-Ausgabe des Deutschen Architektenblatts, Regionalteil Baden-Württemberg. Es ist in seinen Kernaussagen noch immer aktuell.

ready – vorbereitet für altengerechtes Wohnen. Neue Standards und Maßnahmensets für die stufenweise, altengerechte Wohnungsanpassung im Neubau

Band 01 (vergriffen) Download hier, Band 05 „Planungsgrundlagen zur Vorbereitung von altengerechten Wohnungen“, kostenfrei zu beziehen bei zb@bbr.bund.de oder Download hier; s. a. www.readyhome.de


Weitere Publikationen

Bauen für eine demokratische Stadt, Report der Hans Böckler Stiftung

Explodierende Mieten und Luxussanierungen: Bis in die Mitte unserer Gesellschaft ist bezahlbarer Wohnraum nur noch schwer zu finden. Der Report Nr. 1 von der Hans Böckler Stiftung fasst die Geschichte des sozialen Wohnungsbaus und die Entstehung des aktuellen Mangels zusammen. Dabei gilt: Die eklatante Verknappung ist auch eine Chance.

Download des PDFs hier.


Bauteam – ein Weg zum kostengünstigen Wohnungsbau

Zusammen mit der Architektenkammer Baden-Württemberg sowie der Bundesarchitektenkammer hat Klaus Wehrle, Geschäftsführer der RegioWerk GmbH, einen Leitfaden verfasst, der seine Erfahrungen als Architekt und Projektentwickler zusammenfasst. Erhältlich unter www.akbw.de/link/egr.


Beschleunigter Wohnungsbau

Im Frühsommer 2018 hat das Wirtschaftsministerium die Broschüre „Beschleunigter Wohnungsbau – Effizienz bei der Baulandgewinnung und im Planverfahren“ herausgegeben. Sie informiert über das Bauplanungsrecht und stellt Instrumente vor, wie die Verfahren effizienter gestaltet oder auch erleichtert werden können. Insbesondere in Hinblick auf eine zukunftsfähige Weiterentwicklung von Städten und Gemeinden und Schaffung von bezahlbarem Wohnraum möchte das Booklet Gemeinderatsmitglieder und Planerinnen und Planer sowie die interessierte Bürgerschaft informieren.


Bessere Orte auf weniger Fläche: Neues Handbuch für Kommunen zur Innenentwicklung erschienen

„Besser Bauen in der Mitte“: So lautet der Titel eines neuen Handbuchs, das die Bundesstiftung Baukultur kostenlos anbietet. Als Ratgeber und Inspirationsquelle informiert das Handbuch über planerische Strategien und Instrumente, mit denen der eigene Ort für Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Freizeit attraktiver wird.

Das Handbuch als PDF zum Download, die Grafiken sowie ein Bestellformular zum Buch finden Sie unter: www.bundesstiftung-baukultur.de/besser-bauen-handbuch


Bodennutzung sozialgerecht + gemeinwohlorientiert

Heft 4_17 der Mitgliederfachzeitschrift für Stadt-, Regional- und Landesplanung PLANERIN. In den Beiträgen dieses Heftes werden Alternativen zur rein privaten Baulandentwicklung aufgezeigt, über gemeinwohlorientierte Nutzungskonzepte bishin zu Überlegungen zu einer sozialgerechteren und gemeinwohlorientierten Bodennutzung. Es wird deutlich, dass bezahlbarer Wohnraum nur geschaffen werden kann, wenn die Kommunen eine aktive Baulandentwicklung betreiben, einhergehend mit einer kommunalen Liegenschaftspolitik.


Der menschliche Maßstab

Was macht eine Stadt für ihre Bürger eigentlich attraktiv? Chefredakteurin Susanne Risch zum Inhalt der Ausgabe "Urbane Innovationen“ aus der edition brand eins.

edition brand eins: Urbane Innovationen, 15,00 Euro, im Zeitschriftenhandel erhältlich oder zu bestellen unter https://kiosk.brandeins.de/products/edition-brand-eins-urbane-innovationen


Dichte Atmosphäre

Angesichts fortschreitenden Landschaftsverbrauchsund wachsender Verkehrsströme wird die Diskussion um das sinnvolle Maß der baulichen Dichte heftig geführt. Bei der Planung fehlten bisher konkrete Werte und Erkenntnisse darüber, welche Formen der Bebauung die angenehmsten Lebensräume schaffen. Dieses Buch untersucht in umfassender Weise die Zusammenhänge zwischen den Ausprägungen baulicher Dichte und daraus entstehendenAtmosphären, Nutzungsverteilungen und deren Wertschätzung. Anhand von 9 Dichtekategorien, die den öffentlichen Raum mit einbeziehen, werden 36 exemplarische Quartiere in Zürich, Wien, München und Berlin vom Stadtrand bis zur Innenstadtfotografisch und in detailliertem Kartenmaterial dokumentiert und ausgewertet.

Eberhard Tröger (Autor), Dietmar Eberle (Hrsg.): „Dichte Atmosphäre: Über die bauliche Dichte und ihre Bedingungen in der mitteleuropäischen Stadt“, Birkhäuser, Basel, 2015


Düsseldorfer Erklärung zum Städtebaurecht

Erstmals fordern 50 Stadtbauräte und Planungsdezernenten gemeinsam von der Bundespolitik eine Änderung der Baugesetzgebung.

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Gemeinschaftlich und genossenschaftlich

Derzeit treten verstärkt neue Formen des Wohnens neben das Zusammenleben als Familie, Paar und das Alleinwohnen. Wohnprojekte übernehmen teilweise Funktionen, die einst in Familien organisiert wurden, auf freiwilliger Basis und ohne sozialstaatliche Regularien. Die Gründung von Wohnprojekten und Genossenschaften sind aktuelle Ansätze beim Wohnen, bei denen zudem bauliche und ökologische Innovationen wichtig sind. Vor allem Geselligkeit, Gemeinschaftsbildung und Hilfeleistungen sind prägende Merkmale des gemeinschaftlichen Wohnens. Besonderes Augenmerk wird in der Publikation auf die Rechtsform Genossenschaft gelenkt und Neugründungen im Kontext der langen Tradition von Genossenschaften als dritte Form des Wohnens zwischen Eigentum und Miete diskutiert. Prof. Dr. Annette Spellerberg, „Neue Wohnformen – gemeinschaftlich und genossenschaftlich“, Springer VS, Wiesbaden, 2018


Grundrissfibel

450 Wohnungsgrundrisse aus 50 Wettbewerben, die die Stadt Zürich in 13 Jahren durchgeführt hat.‚Copy and paste‘ funktioniert bei den Grundrissen nicht, sie zeigen jedoch, dass es sich lohnt, Raumorganisationen zu hinterfragen oder zumindest weiterzuentwickeln. Amt für Hochbauten der Stadt Zürich (Hrsg.), „Grundrissfibel. 50 Wettbewerbe im gemeinnützigen Wohnungsbau 1999-2012“, Edition Hochparterre, Zürich, 2015


Masterplan Stadtnatur – ein Maßnahmenprogramm der Bundesregierung für eine lebendige Stadt

Die Bundesregierung legte Anfang Juni den neuen Masterplan Stadtnatur vor. Das Ziel: lebendige Städte mit mehr natürlichen, grünen Lebensräumen – als Erholungsgebiet für Stadtbewohner und als Biotop für eine möglichst artenreiche Flora und Fauna.

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Mehr Bauland für bezahlbaren Wohnungsbau. Gute Beispiele kommunaler Boden- und Liegenschaftspolitik

Hrsg: Deutscher Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e.V., Dezember 2016, www.deutscher-verband.org > Publikationen > Dokumentationen


Mitarbeiterwohnen

Aufgrund der positiven Resonanz auf die Handreichung „Wirtschaft macht Wohnen“ erschien 2018 die Publikation „Mitarbeiterwohnen. Mehr als ein Instrument aktiver Personalpolitik“ mit gebauten Beispielen sowie ergänzenden Beiträgen. RegioKontextGmbH im Auftrag von BDB, GdW, DGfM, DMB, IG Bau und ZDB; http://www.regiokontext.de/upload/Mitarbeiterwohnen.pdf


Nach Hause kommen

Was können sozial und ökologisch integrierte Nachbarschaften dazu beitragen, dass unser Leben entspannter, gerechter und vielfältiger wird? Nach Hause kommen heißt Teilen statt Tauschen, Zusammenarbeiten anstelle von Übervorteilen. Die neue Welt der Commons beginnt dort, wo wir wohnen ... Ein kleines 150 Seiten umfassendes Taschenbuch mutet mit seinem Ansatz utopisch an, doch muss man nicht maximal denken, um wenigstens einen kleinen Schritt voranzukommen? Und wenn die Politik dies schon nicht erkennt, dann haben die Menschen in gelebten Nachbarschaften Möglichkeiten, die Welt ein bisschen besser zu machen. Mit den angehängten Checklisten, z.B. wie viel Platz für ein Waschsalon einzuplanen ist, ist das Buch auch sehr pragmatisch. Verein Neustart Schweiz, „Nach Hause kommen. Nachbarschaften als Commons“, Edition Volles Haus, Zürich, 2016


Neues Wohnen auf dem Land

Wie wirkt sich der demografische Wandel in ländlichen Regionen auf die Gebäudenutzung und infrastrukturelle Versorgung der Gemeinde aus. Realisierte und geplante Beispiele aus Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz zeigen Möglichkeiten unterschiedlicher Wohnformen auf dem Land. Eva Wonneberger, Neues Wohnen auf dem Land, Springer VS, 2018


Renaissance der Genossenschaften

Eine aus dem 19. Jahrhundert stammende Idee von Selbsthilfeorganisationen in Form von Wohngenossenschaften lebt wieder auf. In Zürich hat sie eine besondere Dynamik entwickelt. Wenn auch Beispiele für Sanierungen und Modernisierungen fehlen, bietet das Buch vielfältige Anregungen, die Qualität des Wohnungsbaus zu fördern und zugleich die Kosten einzudämmen. Dominique Boudet (Hrsg.),„Wohngenossenschaften in Zürich. Großstädte und neue Nachbarschaften“, Park Books, Zürich, 2017


Roadmap Bodenpolitik

Nachhaltige Stadtentwicklungspolitik und soziale Wohnungspolitik sind ohne eine aktive und konsistente Bodenpolitik aller administrativen Ebenenlangfristig nicht umsetzbar. Der vhw und das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) haben vor dem Hintergrund des weitreichenden Handlungs- und Nachsteuerungsbedarfs – und als Fortsetzung desgemeinsamen wohnungspolitischen Plädoyers von 2016 – einen Kreis unabhängiger Experten zusammengebracht, die sich seit Jahren mit dem Thema Boden beschäftigen. Entstanden ist die Roadmap Bodenpolitik. Diese soll einen Weg zeigen, wie die vielfältigen und nicht länger hinnehmbaren Blockaden in der Bodenpolitik aufgelöst werden können. Roadmap Bodenpolitik. Bodenpolitische Agenda 2020-2030, zu finden unter www.difu.de bzw. www.vhw.de


Serielles, modulares Bauen

Mit diesem Schwerpunkt ist das aktuelle Verbandsmagazin der baden-württembergischen Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V. erschienen.

Zum Download von „aktuell Das Magazin der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Baden-Württemberg“


Vom Schwarzbrotthema zur kreativen Planungsaufgabe: Bezahlbarer Wohnraum

Bezahlbarer Wohnraum fehlt vielerorts. Der DETAIL-Band „Wohnungsbau. Kostengünstige Modelle für die Zukunft" greift dieses Thema auf und dokumentiert europäische Wohnungsbauten, die sich durch Qualität und reduzierte Baukosten auszeichnen.

Wohnungsbau. Kostengünstige Modelle für die Zukunft

Sandra Hofmeister (Hg.), November 2018. Edition DETAIL, München, 192 Seiten mit zahlreichen Abbildungen, 23 x 32 cm, Hardcover, ISBN 978-3-95553-445-5, EUR 49,90


Weißbuch Stadtgrün

Urbanes Grün ist ein prägendes Element unserer Städte. Es übernimmt vielfältige soziale, gesundheitliche, wirtschaftliche, ökologische und klimatische Funktionen und leistet damit einen zentralen Beitrag für die Sicherung und Verbesserung der Lebensqualität, der Umweltgerechtigkeit und Klimaresilienz in den Städten. Das Weißbuch Stadtgrün, erschienen im April 2017, enthält zehn Handlungsfelder mit konkreten Maßnahmen, wie der Bund im Rahmen seiner Zuständigkeiten die Kommunen unterstützen wird, urbane grüne Infrastruktur zu stärken. www.bmub.bund.de/B1140-0


Wirtschaft macht Wohnen

Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels gewinnen Mitarbeiterwohnungen zunehmend an Bedeutung. Bereits 2016 haben sechs Verbände eine Handreichung für die gewerbliche Wirtschaft, die Wohnungswirtschaft und lokale Akteure herausgegeben; bearbeitet von der RegioKontext GmbH im Auftrag von BDB, GdW, DGfM, DMB, IG Bau und ZDB. http://www.regiokontext.de/upload/WmW.pdf


Wohnen ist individuell

Zum Thema existieren zahlreiche Studien über Standards, Entwicklungen und Trends, die die Bedürfnisse von Menschen analysieren und vergleichen. Das DETAIL-Buch zeigt, wie Planerinnen und Planer Ideen entwickeln, die dem Bedürfnis der Menschen nach einem ausgewogenen Maß von individuellem und gemeinschaftlichem Raum, auch hinsichtlich der Freiflächen, entsprechen. Christian Schittich (Hrsg.), wohnen housing best of, Edition DETAIL, München, 2012


Wohnen. Markt in Schieflage – Politik in Not

Dass derzeit zu wenig Wohnungen gebaut werden, dass trotz anziehender Baugenehmigungen das Angebot nicht die Nachfrage deckt, dass die Mieten nach zehn ruhigen Jahren in manchen Städten anziehen und dass Haushalte mit geringem Einkommen vor allem beim Wohnungswechsel die Leidtragenden sind, darüber sind sich Politiker, Mietervereine und Wohnungsexperten einig: Hinsichtlich der Diagnose, was die Ursachen der Schieflage sind, gibt es Dissens und hinsichtlich der wohnungspolitischen Optionen, wie die Mieten im sozialpolitisch verträglichen Rahmen gehalten werden können, darüber gehen die Meinungen weit auseinander. Mit Änderungen des Mietrechts allein ist es nicht getan. Es fehlt an Konzepten, um den Wohnungsmarkt zu stabilisieren.

Während der Bestand „alter“ Sozialbauwohnungen von Jahr zu Jahr schrumpft, werden kaum noch neue Sozialwohnungen fertig gestellt. Sie „rechnen“ sich nicht. Projektiert werden Miet- und Eigentumswohnungen für Gutverdienende. Gleichzeitig zieht der deutsche Immobilienmarkt international vagabundierendes Kapital an.

Eberhard v. Einem (Hrsg.), Springer VS, Wiesbaden 2016


Wohnvielfalt. Gemeinschaftlich wohnen – im Quartier vernetzt und sozial orientiert

In diesem Buch, erschienen im Juni 2017, wird als Ergebnis aus dem Forschungsprojekt, bearbeitet von Prof. Susanne Dürr und Dr. Gerd Kuhn, der Blick auf die unter - schiedlichen Dimensionen der Quartiersvernetzung und Nachbarschaftsbildung gemeinschaftlicher Wohnprojekte gerichtet. Kostenfrei zu bestellen bei der Wüstenrot Stiftung: info@wuestenrot-stiftung.de