Magazin für zeitgemäßes Wohnen

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Staatspreis Baukultur vergeben: Innovation und Nachhaltigkeit zusammendenken

Mit dem Staatspreis Baukultur Baden-Württemberg will das Land besonders innovative, beispielhafte und übertragbare Lösungen für die planerischen und baulichen Herausforderungen in den Städten und Gemeinden würdigen und bekannt machen.

Gewinner per Video ausgezeichnet

Am 30. März 2020 wurde der Preis zum zweiten Mal vergeben – zwar nicht bei der geplanten feierlichen Preisverleihung, dennoch im angemessenen und würdigen Rahmen einer Videoübertragung. Die glücklichen Gesichter und den Stolz der Preisträger musste man sich nur dazu vorstellen.

Nach Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut gilt es, Innovation und Nachhaltigkeit zusammenzudenken. Das seien die entscheidende Aufgabe und der Anspruch an eine zukunftsgerechte Entwicklung unseres Landes, unserer Städte und Gemeinden. „Innovation und Nachhaltigkeit sind für mich darum nicht von ungefähr die Eckpfeiler einer zukunftsweisenden und maßgebenden Baukultur“, so die Ministerin bei der Preisverleihung.

Beispielhafte Preisträger

Ein Beispiel dafür ist der zukunftsweisende Wohnungsbau aus Massivholz der Baugemeinschaft MaxAcht in Stuttgart: leimfrei, recyclebar und CO2-neutral. „So sollte Wohnungsbau sein – selbstverständlich, nachhaltig, sozial und in einem dialogischen Prozess entwickelt“, urteilte daher die Jury.

In der Sparte Städtebau und Freiraum siegten die Neuen Landschaften im Neckarbogen (BUGA 2019) in Heilbronn. Was die Jury überzeugte: „Das Planungskonzept zeigt einen beispielhaften Ansatz, wie komplexe Stadträume grundlegend neu ausgerichtet werden können.“

Eine Anerkennung erreichte das Mikrohofhaus in Ludwigsburg in der Sparte „Besondere Projekte der Baukultur“. Die Jury sagte zum Raumwunder auf der Verkehrsinsel, das Mikrohofhaus „fordert zum Nachdenken auf über scheinbare Abstands- und Verkehrsflächen und deren Potential für umfassende gesellschaftliche Herausforderungen“.

Weitere Infos zu den insgesamt acht Preisträgern und 16 Anerkennungen finden Sie hier.

Die Clusterwohnung. Bauen und Leben im Kollektiv

Inspiriert von der zunehmenden Knappheit des Wohnraums und der Suche nach gemeinschaftlichen Lebensmodellen hat eine stille Revolution in der zeitgenössischen Architektur stattgefunden: Das Bauen und Wohnen im Kollektiv.

Clusterwohnungen sind für viele Menschen in Großstädten eine gute und kostengünstige Alternative zum dichten, monofunktionalen und ausschließlich verwertungsorientierten Wohnungsbau. Gemeinschaftliche Wohnmodelle behaupten sich heute erfolgreich im kommerziellen Wohnungsmarkt. Als innovative Antwort auf die Frage „Wie wollen wir in Zukunft miteinander wohnen?“ fördern sie soziale Kontakte und senken gleichzeitig die individuellen Kosten.

Die Genossenschaft Spreefeld bietet mit ihrem 2014 fertiggestellte Projekt am südlichen Flussufer in Berlin-Mitte nicht nur Bewohner*innen erschwinglichen Wohnraum, sondern dient auch dem Erhalt des öffentlichen Zugangs zum Flussufer und zeigt so, wie dem Gemeinschaftssinn Raum gegeben werden kann.

Die Ausstellung „Die Clusterwohnung, Bauen und Leben im Kollektiv“ beschäftigt sich mit der Frage nach einer neuen Architektur der Gemeinschaft und macht diese Wohn- und Lebensform des Teilens mit ihren Herausforderungen im alltäglichen Miteinander erlebbar.

Leider konnte die Ausstellung „Die Clusterwohnung – Bauen und Wohnen im Kollektiv“ am 20. März 2020 nicht wie geplant eröffnet werden.
Die Galerie bleibt auch bis auf Weiteres geschlossen. ABER: Das Team der Architekturgalerie am Weißenhof bietet einen virtuellen Rundgang an: https://weissenhofgalerie.de/

ARCHIKON verschoben

Die Architektenkammer Baden-Württemberg und die Messe Stuttgart haben vereinbart, ARCHIKON, den Landeskongress für Architektur und Stadtentwicklung, in das Frühjahr 2021 zu verschieben. ARCHIKON, der am 31. März 2020 hätte stattfinden sollen, wird nun parallel zur Fachmesse R+T am 25. Februar 2021 veranstaltet.

Zur Pressemitteilung

Ausstellung Home Stories. 100 Jahre, 20 visionäre Interieurs

Unser Zuhause ist Ausdruck unseres Lebensstils, es prägt unseren Alltag und bestimmt unser Wohlbefinden. Mit der Ausstellung »Home Stories. 100 Jahre, 20 visionäre Interieurs« initiiert das Vitra Design Museum eine neue Debatte über das private Interieur, seine Geschichte und seine Zukunftsperspektiven. Die Ausstellung führt den Besucher auf eine Reise in die Vergangenheit und zeigt, wie sich gesellschaftliche, politische und technische Veränderungen der letzten 100 Jahren in unserem Wohnumfeld widerspiegeln. Im Zentrum stehen die großen Zäsuren, die das Design und die Nutzung des westlichen Interieurs geprägt haben – von aktuellen Themen wie knapper werdendem Wohnraum und dem Verschwinden der Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben über die Entdeckung der Loftwohnung in den 1970er Jahren, aber auch dem Siegeszug einer ungezwungeneren Wohnkultur in den 1960ern und dem Einzug moderner Haushaltsgeräte in den 1950ern bis hin zu den ersten offenen Grundrissen der 1920er Jahre. Diese Umbrüche werden anhand von 20 stilbildenden Interieurs veranschaulicht, darunter Entwürfe von Architekten wie Adolf Loos, Finn Juhl, Lina Bo Bardi oder Assemble, Künstlern wie Andy Warhol oder Cecil Beaton sowie der legendären Innenarchitektin Elsie de Wolfe.

bis 23. August 2020 im Vitra Design Museum in Weil am Rhein

Auch wenn das Museum derzeit geschlossen ist: sehens- und lesenswerte Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.

Digitale Initiativen:

“Home Stories: 100 Years, 20 Visionary Interiors” at the Vitra Design Museum (Blick in die Ausstellung)

Opening Talk "Home Stories: 100 Years, 20 Visionary Interiors" 7 February 2020

Digitale Initiative des Vitra Design Museums (PDF)


IFBau-Seminare

Vertiefende Seminare

Hinweis: Mit Blick auf die Verbreitung des Coronavirus bitten wir Sie, sich zeitnah beim IFBau und den anderen Organisatoren zu informieren, ob die Seminare und anderen Veranstaltungen stattfinden.


„Dr. Ursula Broermann-Preis für beispielhaftes barrierefreies Bauen 2019"

„Barrierefreiheit ist uns eine Herzensangelegenheit und eine bedeutende Aufgabe für eine humane Gesellschaft“, betonte Markus Müller, Präsident der Architektenkammer Baden-Württemberg, bei der Ausstellung zum „Dr. Ursula Broermann-Preis für beispielhaftes barrierefreies Bauen 2019".

Um das zu unterstreichen, schenkte die Kammer Dachverband Integratives Planen und Bauen Stuttgart e.V. (DIPB) eine begleitende Ausstellung, die alle Nominierten, inklusive der Preisträger und Projekte mit Würdigung, zeigt.

Wenn Sie die Ausstellung selber gerne zeigen möchten, freuen wir uns. Bitte wenden Sie sich dazu an martina.kirsch@akbw.de.

 

Zur Nachberichterstattung der Ausstellung