Magazin für zeitgemäßes Wohnen

Veranstaltungen


Wie wollen wir wohnen?

In Zürich blickt man gerade auf 100 Jahre Wohnbaugenossenschaften zurück bzw. feiert der Regionalverband der gemeinnützigen Wohnbauträger seinen 100. Geburtstag – und das in einer sehr sehenswerten Ausstellung. Dieses Jubiläum wird mit einem viermonatigen Festival gefeiert, zum dem man die Genossenschaft Bellerive gegründet hat.

Die Ausstellung „Wie wollen wir wohnen?“ macht gemeinnütziges Wohnen erlebbar und diskutiert Gegenwart und Zukunft des genossenschaftlichen Lebens. Mit dem Eintrittsticket werden Besucherinnen und Besucher automatisch Mitglieder der Genossenschaft Bellerive. Als Genossenschaftsmitglieder bestimmen Sie mit, wie in der Villa Bellerive gelebt wird. In der Ausstellung geht es daher immer auch um die eigene Haltung – diese wird erfragt, inspiriert und möglicherweise auf den Kopf gestellt. Ein Genossenschafts-Pass (mit Passfoto) dient als Begleiter durch die zwei Stockwerke und ist Eintrittskarte zur Abrissparty am 31. Januar 2020.

Interessant ist auch, dass die Genossenschaft „Bellerive Circula Design“ lebt. Das heißt, dass alles, was in der Ausstellung verbaut wurde, von den Kuratoren gefunden, ausgeliehen oder gemietet wurde.

Begleitet wird die Ausstellung, deren Besuch sehr zu empfehlen ist, durch vielfältige Veranstaltungen, zum Beispiel am 6. Dezember ein internationales Symposium „Tackling the global housing challenges“.

Ausstellung „Wie wollen wir wohnen?“
noch bis 31. Januar 2020 im Zentrum Architektur Zürich (ZAZ), Höschgasse 3, CH-8008 Zürich
geöffnet Mittwoch bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr, s. a. hier

Unser Land neu denken

Laut aktueller Studien gilt für große wie kleine Kommunen im Land: Bieten sie gute Arbeitsplätze und Infrastruktur, werden sie weiterhin wachsen. Doch wie lässt sich auf Dauer gewährleisten, dass die Menschen in Baden-Württemberg flächendeckend gleichwertige Lebensbedingungen vorfinden? Vor dem Hintergrund von demografischem Wandel, Industrie 4.0, Digitalisierung, neuer Energieerzeugung und Mobilitätsformen wird sich das Land „grundsätzlich verändern müssen“, ist sich Markus Müller sicher. Der Präsident der Architektenkammer Baden-Württemberg fordert deshalb integrierte Planungsstrategien. Denn die bisherigen Instrumente „reichen nicht aus, neue Komplexitäten zu verarbeiten.“ Wie künftige Planungs- und Steuerungsmodelle aussehen können, steht deshalb im Zentrum der dritten Ausgabe von ARCHIKON am 31. März 2020 in Stuttgart. Der Landeskongress für Architektur und Stadtentwicklung, zu dem die Architektenkammer Baden-Württemberg alle zwei Jahre einlädt, ist einer der bundesweit größten Branchentreffs von Planenden mit Vertreterinnen und Vertretern der Kommunen, Wirtschaft und Politik. Das letzte Mal nahmen 1.300 Personen teil.

Auf dem Programm stehen Vorträge, Seminare und Diskussionsrunden zum Lebensraum Baden-Württemberg, aber auch zur Berufspraxis von Architektinnen und Architekten, Stadtplanerinnen und -planern. Die mehr als 70 Mitwirkenden stammen aus unterschiedlichen Fachgebieten. Eine von ihnen ist die Münchner Landschaftsarchitektin Andrea Gebhard. Als Vorsitzende des Beirats der Bundesstiftung Baukultur sowie der Bayerischen Landesgruppe der Akademie für Städtebau und Landesplanung wirft sie einen kritischen Blick auf bestehende Planungsinstrumente. Eine andere ist die dänische Professorin Dr. Vanessa Miriam Carlow, zu deren Auszeichnungen der Goldene Löwe bei der Architekturbiennale Venedig 2006 zählt und die seit 2012 das Institut für Nachhaltigen Städtebau an der TU Braunschweig leitet. Sie wird innovative Lösungsansätze in der Stadt- und Gemeindeentwicklung vorstellen. Impulse kommen aber auch aus der heimischen Politik: Peter Hauk MdL, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, wird sich aktiv in die Debatte um Land, Kommune und Baukultur einbringen.

ARCHIKON 2020 – Landeskongress für Architektur und Stadtentwicklung
Lebensraum Baden-Württemberg. Unser Land neu denken
31. März 2020, 10 – 18 Uhr
ICS Internationales Congresscenter Stuttgart
Messepiazza 1, 70629 Stuttgart

Weitere Informationen hier; bis 10. Januar 2020 gibt es einen Frühbucherrabatt

 


4 Zimmer, Küche, Bad, Balkon - What if... was wäre, wenn wir anders wohnen?

Die Gesellschaft ändert sich. Vielfältige Lebenskonzepte und damit verbundene Wohnbedürfnisse stellen neue Anforderungen an Wohngebäude. Das Familienmodell mit Mutter, Vater und zwei Kindern ist ein Lebensstil, den es zunehmend weniger gibt – oder nur auf Zeit. Single-, Patchwork-, gemeinschaftliches oder temporäres Wohnen sind Trends für neue Arten zu Wohnen und zu leben. Gefragt sind deshalb Gebäude, die flexibel und anpassungsfähig sind. Gebäude, die Antworten geben auf Herausforderungen des Klimawandels, der Bau- und Wohnkosten sowie des sozialen Miteinanders. Selbstbestimmt Wohnen und Leben so lange es geht – hier sind neue Quartierskonzepte gefragt.

Wie müssen Raumkonzepte in Zukunft aussehen – jenseits der konventionellen 4ZKBB-Wohnung? Wie sieht das Leben in urbanen Quartieren der Zukunft aus? Welches Bild haben wir von einem selbstbestimmten Wohnen in jedem Alter? Welche Rolle haben Architekten und Planer, diese Architekturen zu entwerfen und Stadt weiter zu bauen? Und wie können Politiker, Grundstückseigentümer und andere Akteure den Wohnungsmarkt mit gestalten?

Darüber wollen wir reden. Reden Sie mit!

Gesprächsabend mit den Gestaltungsbeiräten Pforzheims
Donnerstag 12.12.2019, 19.00-20.30 Uhr
Haus der Jugend
Westliche Karl-Friedrich-Straße 77
75172 Pforzheim

Raus aufs Land! Wohnen abseits der Ballungszentren

Fachtagung der Arbeitsgemeinschaft Ländlicher Raum im Regierungspräsidium Tübingen

Mittwoch, 4. Dezember 2019 in Bisingen (Zollernalbkreis)

Die Arbeitsgemeinschaft Ländlicher Raum im Regierungsbezirk Tübingen (AGLR) beschäftigt sich in ihrer diesjährigen Fachtagung mit den Möglichkeiten, attraktiven und bezahlbaren Wohnraum im Ländlichen Raum zu schaffen. Die Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, Frau Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut MdL, wird die Arbeit der von ihr ins Leben gerufenen Wohnraum-Allianz und die auf den Weg gebrachten Maßnahmen vorstellen. Architekten, Planer und Verwaltungsexperten referieren anschließend über Möglichkeiten, den Ländlichen Raum mit einem attraktiven, bedarfsgerechten Wohnungsangebot zu stärken.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung stehen in Kürze unter www.rp.baden-wuerttemberg.de


Preisverleihung zum „Dr. Ursula Broermann-Preis für beispielhaftes barrierefreies Bauen 2019"

„Barrierefreiheit ist uns eine Herzensangelegenheit und eine bedeutende Aufgabe für eine humane Gesellschaft“, betonte Markus Müller, Präsident der Architektenkammer Baden-Württemberg, bei der Ausstellung zum „Dr. Ursula Broermann-Preis für beispielhaftes barrierefreies Bauen 2019".

Um das zu unterstreichen, schenkte die Kammer Dachverband Integratives Planen und Bauen Stuttgart e.V. (DIPB) eine begleitende Ausstellung, die alle Nominierten, inklusive der Preisträger und Projekte mit Würdigung, zeigt.

Wenn Sie die Ausstellung selber gerne zeigen möchten, freuen wir uns. Bitte wenden Sie sich dazu an martina.kirsch@akbw.de.

 

Zur Nachberichterstattung der Ausstellung


Ausstellung zeitgemäß. Wohnen in Baden-Württemberg

  • vom 6. Dezember 2019 bis 14. Januar 2020 in Heidenheim, Rathaus Heidenheim, Grabenstraße 15 (Öffnungszeiten Rathaus); Vortrag Prof. Susanne Dürr, Montag, 9. Dezember, 19:00 Uhr, Rathaus Heidenheim, Emil-Ortlieb-Saal

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