Magazin für zeitgemäßes Wohnen

Veranstaltungen


Ausstellung in Dornbirn: Lacaton & Vassal

Inhabiting: Pleasure and Luxury for Everyone

Anne Lacaton und Jean-Philippe Vassal gehören zu den international wichtigsten Vertreterinnen und Vertretern einer „pragmatischen“, zugleich sozialen Architektur, die sowohl die ökonomischen als auch die ökologischen Grundlagen des Bauens hinterfragen. Freiräume sowie „luxuriöse“ Lebensräume zu planen, sehen sie als eine Hauptaufgabe ihrer Architektur. Dank einfacher und industrieller Materialien gelingt es ihnen, günstigen und zugleich architektonisch hochwertigen Wohnraum zu schaffen. Für ihr Projekt „Grand Parc Bordeaux“, eine Transformation von 530 Wohnungen, die sie mit Frédéric Druot Architecture und Christophe Hutin Architecture realisiert haben, wurden sie vor kurzem mit dem Mies van der Rohe Award 2019 ausgezeichnet. Der Preis für zeitgenössische Architektur der Europäischen Union stellt damit eine innovative Modernisierung von drei großen Sozialwohnbauten aus den frühen 1960er Jahren in den Mittelpunkt, die den Raum und die Lebensqualität für die Bewohnerschaft radikal verbessert und optimiert sowie gleichzeitig die Unterhaltskosten und den Energieverbrauch verringert.

Die Ausstellung im Vorarlberger Architektur Institut zeigt anhand von Projektionen zahlreicher Bauten und Studien diesen sozialen wie nachhaltigen Ansatz der beiden Architekten und eröffnet konzeptionelle Alternativen zu aktuellen Diskussionen im sozialen Wohnbau. Sehenswert sind im Rahmen der Ausstellung auch die Filmbeiträge und Interviews mit den innovativen Architekten, die einem Einblick in deren Arbeitsweise geben.

15. Mai bis 5. Oktober 2019

Vorarlberger Architektur Institut vai, Marktstraße 33, A-6850 Dornbirn; www.v-a-i.at 
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 14 bis 17 Uhr, Donnerstag bis 20 Uhr, Samstag 11 bis 15 Uhr


Veranstaltungsreihe Bürgergenossenschaften

Schwerpunktthema WohnenPlus

15. Juli 2019 ab 12:30 Uhr in der Volksbank Heilbronn eG, Allee 20, 74072 Heilbronn

mit Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut MdL

Will man die Attraktivität der Ländlichen Räume erhalten, gilt es sich mit diversen Herausforderungen auseinanderzusetzen. Geänderte Ansprüche und neue Möglichkeiten von Bürgern und Gemeinden erfordern die Etablierung bzw. Anpassung einer wohnortnahen und bedarfsgerechten Infrastruktur, die den Erfordernissen der wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen entsprechen und den Wünschen der Menschen vor Ort entgegenkommen. Die Sicherstellung einer angemessenen Infrastruktur, vor allem in ländlichen Gebieten, ist nicht nur für die persönlichen Belange der Bürger vor Ort entscheidend, sondern auch im Hinblick auf die Wirtschaftsstärke dieser Regionen essenziell. Vor diesem Hintergrund bietet die Rechts- und Unternehmensform der eingetragenen Genossenschaften (eG) vielfältige Lösungsmöglichkeiten, um Aspekte wie Mobilität, Energieversorgung, Nahversorgung, Pflege und Betreuung sowie WohnenPLUS nachhaltig und unter Beteiligung der Bürger sicherzustellen. Hier kann die Genossenschaft, ganz im Sinne eines ihrer Prinzipien, „Hilfe zur Selbsthilfe“, einen Beitrag zur Bereitstellung der benötigten Leistungen in regionalen Handlungsfeldern darstellen.

WohnenPLUS steht für (soziales) Wohnen verbunden mit Dienstleistungen. Wohnen und Wirtschaft wird dabei Hand in Hand gedacht. So entstehen auch Synergien bei Mobilität und Lebensqualität. Zwei Dimensionen sind dabei besonders im Fokus: zum einen Einzelgebäude verbunden mit Dienstleistungen und zum anderen Stadtteil- bzw. Quartiersgenossenschaften, die den Lebensraum mitgestalten wollen. Es kann auch beides kombiniert werden. Die konkrete Ausgestaltung obliegt dem Bedarf vor Ort. Die Mitglieder der Genossenschaft wirken hierbei aktiv mit und entscheiden, ob die gewerblich nutzbaren Flächen an einen Handwerksbetrieb (Bäcker, Metzger, Frisör, etc.), ein Café oder an ein anderes Unternehmen vermietet werden; ob Ärzte und weitere Gesundheitsdienstleister Platz finden und eventuell Co-Working-Spaces entstehen sollen. Darüber hinaus werden Wohnungen für die Bürger vor Ort geschaffen – mit Blick auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt von Eigentums-, über Miet- bis hin zu Sozialwohnungen.

Die dritte Veranstaltung im Rahmen der „Veranstaltungsreihe Bürgergenossenschaften“ widmet sich deshalb dem Schwerpunktthema WohnenPLUS. Veranstalter sind der Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband, SPES Zukunftsmodelle für Menschen & Räume sowie K-Punkt Ländliche Entwicklung im Kloster Heiligkreuztal.

Programm und Anmeldung: www.wir-leben-genossenschaft.de/buergergeno (Passwort: Bürgergeno) oder E-Mail an iv-geno@bwgv-info.de


Demokratie und Prozesskultur für öffentliche Räume

Baukulturwerkstatt am 4./5. Juli 2019 in Ulm

In unseren Städten wird es eng. Dichte schafft Nähe und Flächenkonkurrenzen. Insbesondere in Ballungszentren steigt damit der Stellenwert öffentlicher Räume für die Gesellschaft. Mit dem Einwohnerzuwachs gehen naturgemäß auch ein erhöhtes Verkehrsaufkommen und eine intensivere Nutzung der öffentlichen Plätze, Grünanlagen und Straßen einher. Räume für die Allgemeinheit werden knapper. Gleichzeitig zeichnen sich eine Reihe gesellschaftlicher Umbrüche und Herausforderungen ab, die jeweils ganz eigene Fragen an die Nutzung und Gestaltung öffentlicher Räume stellen: Der demografische Wandel, der Wandel der Mobilität oder die notwendige Anpassung an ein sich veränderndes Klima wirken allesamt auf den öffentlichen Raum ein, werden in ihm verhandelt und sind nur dort zu bewältigen.

Die Baukulturwerkstatt „Demokratie und Prozesskultur für öffentliche Räume“ in Ulm geht der Frage nach, wie Prozesse für die gelingende Planung, den Betrieb und die Pflege öffentlicher Räume demokratisch ausgestaltet werden können. Wie lässt sich die Zusammenarbeit der beteiligten Fachämter bei der Planung öffentlicher Räume erfolgreich organisieren? Welche Rolle spielt eine vorausschauende kommunale Boden- und Liegenschaftspolitik für die Gewinnung und Qualifizierung öffentlicher Flächen? Wie lassen sich zivilgesellschaftliches Engagement für die Gestaltung und Pflege öffentlicher Räume aktivieren und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen?

Information und Anmeldung

Die Baukulturwerkstätten sind das zentrale Veranstaltungsformat der Bundesstiftung. Die daraus resultierenden Ergebnisse fließen in den nächsten Baukulturbericht 2020/21 „Öffentliche Räume“ ein. Nach einem Auftakt mit Besichtigungen und Empfang am 4. Juli, bietet der Werkstatttag am 5. Juli Impulsbeiträge zu konkreten Projekten und offene Diskussionsrunden an Werkstatttischen. Hier besteht die Möglichkeit zur Mitwirkung im Arbeitsprozess für alle Interessierten.


Bundesgartenschau Heilbronn: Die Stadt wächst. In die Zukunft.

Erstmals ist in eine Bundesgartenschau eine Stadtausstellung integriert. Im Neckarbogen in Heilbronn lassen sich schon heute Eindrücke von 22 neuen Gebäuden sammeln, die lebendige Vielfalt von drei frei zugänglichen Innenhöfen genauso wie urbane Visionen vom inklusiven und generationenübergreifenden Leben in einem bunten Quartier erfahren. Derzeit leben schon etwa 800 Menschen in diesem ersten Bauabschnitt. Nach Ende der Bundesgartenschau sollen der Neckarbogen um weitere Bauabschnitte ergänzt werden. Am Ende sollen dort bis zu 3.500 Bewohner leben und mehr als 1.000 Arbeitsplätze sein. So lässt sich schone heute erleben, wie sich aus einer Gewerbebrache ein autarkes und lebendiges Stadtviertel entwickeln lässt.

Die 35. Bundesgartenschau in Heilbronn ist bis 6. Oktober geöffnet, die Stadtausstellung noch viele, viele Jahre, Jahrzehnte … www.buga2019.de


Relevanz – Räume prägen

Deutscher Architektentag 2019 am 27. September 2019 in Berlin

Wie beeinflussen sich Urbanität und Demokratie? Wie können wir Städte verdichten, den ländlichen Raum stärken und Lebensqualität schaffen? Welche Verantwortung tragen wir als Gestalter? Und was ist gute Planung eigentlich wert? Alle vier Jahre lädt der Berufsstand der Architekten, Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner die Protagonisten aus Politik, Wirtschaft, Verbänden, Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur ein, um zu diskutieren, neue Handlungsspielräume auszuloten und Flagge zu zeigen für eine lebenswerte gebaute Umwelt.

Die Teilnehmer dürfen sich auf ein vielteiliges und inhaltsreiches Programm freuen. Einen philosophischen Blick auf die Arbeit von Architekten und deren gesamtgesellschaftliche Verantwortung wird Prof. Rahel Jaeggi werfen. Eine zweite Grundsatzrede wird der Architekt Reinier de Graaf von Office for Metropolitan Architecture halten.

Sieben Verben stehen für sieben Themen-Räume, die in über 30 Panels, Werkstätten und Workshops den Bogen von der Baukultur über den Wohnungsbau bis zur Energiewende und Digitalisierung spannen. Auch Honorarordnung und Vergaberecht als Pfeiler einer bewährten freiberuflichen Struktur stehen auf dem Programm.

„Wir wollen uns POSITIONIEREN, denn gemeinsam machen wir Berufspolitik. Es geht um nichts Geringeres als Architektur, Städtebau - und Demokratie.

Wir PRÄGEN unsere Lebensräume durch unsere Gestaltung. Das ist Baukultur. Denn die Frage lautet: Wer wollen wir gewesen sein?

Wir möchten VERMITTELN, was wir tun und klar sagen, was uns wichtig ist. Ernsthafter Austausch und Offenheit sind die Basis für Qualität.

Wir ERWIRTSCHAFTEN unsere Lebensgrundlage und bestehen auf gleiche Chancen am Markt. Im Ausland. Als Frauen. Für Inklusion.

Das WEITERBAUEN muss endlich ideenreicher sein dürfen. Und von der Last absurder Bodenpreise befreit werden. Der ländliche Raum kann ebenfalls jede Menge Ideen brauchen.

Wir müssen UMDENKEN. Klug bauen. Das Klima schützen. Jetzt.

DIGITALISIEREN heißt, die Naturgesetze unseres Alltags neu zu erfinden. Oder? Als Planende sind wir auf jeden Fall dabei“, so fasst BAK Präsidentin Barbara Ettinger-Brinckmann stellvertretend für den Programmbeirat des Deutschen Architektentags die einzelnen Themenräume zusammen.

Information und Anmeldung: www.deutscher-architektentag.de

Die Veranstaltung ist als Fortbildungsveranstaltung bei den Architektenkammern der Länder anerkannt.

Die Teilnahme kostet 90 Euro, für Studenten ermäßigt 25 Euro. Veranstaltungsort ist das bcc Berlin Congress Center am Alexanderplatz.]


Konzepte und Ideen für den ländlichen Raum

Lebendige Ortskerne erhalten und gestalten, bezahlbaren Wohnraum schaffen, Potenziale durch Holzbau und Baukultur erkennen. Diese Themen stellen vier Regionalkonferenzen in den Fokus und beleuchten die Entwicklungsmöglichkeiten und -chancen des ländlichen Raums. Jeweils drei regionale Best-Practice-Beispiele mit Schwerpunkt auf dem Holzbau liefern dabei gute Anregungen für die Gestaltung einer lebenswerten Umwelt.

Die diesjährige Veranstaltungsreihe wird von den Ministerien für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz sowie Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau zusammen mit der Akademie ländlicher Raum, der Ingenieurkammer, dem Landesbeirat Holz, der proHolz BW GmbH und der Architektenkammer an vier Orten in Baden-Württemberg angeboten.

Mehr finden Sie hier.


Wohnen am Limit?

Das Wohnungsangebot in Städten und Metropolen ist knapp. Gleichzeitig zieht es immer mehr Menschen in urbane Räume. Dort kann der Wohnungsmarkt hinsichtlich Preis, Größe und Lage kaum noch die Ansprüche der Nachfragenden bedienen. Diskussionsveranstaltung über den Wohnflächenkonsum aus der Reihe "Impulse für die IBA" des Dialogforums der Kirchen und der Evangelischen Akademie Bad Boll.

04.06.2019, 14:00 Uhr in Stuttgart, (Haus der Katholischen Kirsche, Königsstraße 7)

Zur Anmeldung und mehr Informationen


Ausstellung zeitgemäß. Wohnen in Baden-Württemberg

  • vom 17. Mai bis 13. Juni in Pforzheim, Neues Rathaus, Marktplatz 1 (Öffnungszeiten Mo-Fr 8-18 Uhr)
  • vom 26. Juni bis 7. Juli im Rahmen der Remstal Gartenschau im Bürgerzentrum in Waiblingen
  • vom 10. Juli bis 2. August im Rahmen der Remstal Gartenschau im Rathaus in Kernen
  • vom 7. August bis 6. Oktober auf der BUGA in Heilbronn im J4 in der Stadtausstellung
  • vom 8. Oktober bis 22. November in Straßburg, CAUE du Bas-Rhin, 5 rue Hannong, Strasbourg (Öffnungszeiten Montag bis Freitag von 8:30 bis 12:00 und von 13:30 bis 17:00 Uhr; die Vernissage findet statt am Mittwoch, den 9. Oktober um 18 Uhr)

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