Magazin für zeitgemäßes Wohnen

Veranstaltungen


urbainable – stadthaltig. Positionen zur europäischen Stadt für das 21. Jahrhundert

Eine Ausstellung von Mitgliedern der Sektion Baukunst der Akademie der Künste Berlin

Die Ausstellung in Berlin setzt sich mit der Rolle der europäischen Stadt in Zeiten der Klimaerwärmung, der Digitalisierung, des demografischen Wandels und der Auflösung traditioneller sozialer Netzwerke auseinander.

Ihre Anpassungsfähigkeit und Innovationskraft hat die „europäische Stadt“ seit der Antike zum Erfolgsmodell gemacht. Ist sie heute noch imstande, den großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, Klimaverträglichkeit und Nachhaltigkeit, zu begegnen? Die Defizite der Städte liegen zunächst auf der Hand: Sie verbrauchen Ressourcen und fossile Energie, stoßen klimaschädliche Gase aus, versiegeln Flächen und erzeugen Abfall. Städte belasten Umwelt und Gesundheit, und sie sind Schauplatz sozialer Konflikte wie der Verteilung von Arbeit, Wohnraum und Vermögen. Doch wäre es denkbar, dass die Stadt nicht nur Teil des Problems, sondern auch Teil der Lösung ist? Könnte nicht gerade ihre Kraft zur Selbsterneuerung zum Motor für die notwendigen Veränderungen der kulturellen, technischen und gesellschaftlichen Systeme werden? Und inwieweit können Maßnahmen des Städtebaus und der Architektur solche Prozesse befördern?

Die Ausstellung „urbainable – stadthaltig“ der Akademie der Künste, Berlin, spielt bereits mit ihrem Titel auf die Hypothese an, dass Nachhaltigkeit und Stadt nicht unabhängig voneinander gesehen werden können. Sie setzt sich mit der Rolle der europäischen Stadt in Zeiten der Klimaerwärmung, der Digitalisierung, des demografischen Wandels und der Auflösung traditioneller sozialer Netzwerke auseinander.

Die Ausstellung besteht aus zwei Teilen. Eine Rauminstallation aus Bildern des Berliner Fotografen Erik-Jan Ouwerkerk bildet ein urbanes Panorama, das – durch Fakten aus den Recherchen des Instituts für Entwerfen und Städtebau der Leibniz Universität Hannover ergänzt – in das Thema einführt und die Potenziale vermittelt, die unsere Städte für eine nachhaltige Entwicklung bereithalten.

Im Hauptteil der Ausstellung zeigen 34 Mitglieder der Sektion Baukunst der Akademie der Künste und ihre Gäste, wie diese Potenziale konkret genutzt werden können. Ihre Projekte, Visionen und Initiativen aus den Bereichen Architektur, Ingenieurwesen, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung zeigen ein breites Spektrum an Ideen für die Stadt der Zukunft, vom konstruktiven Detail bis zur stadtplanerischen Vision, von der Gebäudetechnik bis zum politischen Diskurs. Es ist ein Kaleidoskop der Konzepte entstanden, eine Tour d’Horizon durch die aktuelle europäische Architektur und Stadtplanung entlang der drängenden Themen unserer Zeit, wie Digitalisierung, Mobilität, Kulturtechniken der Dichte, Umgang mit der Natur, Bauen im Bestand oder technische Innovationen.

Die aktuelle Schau wurde bereits vor der Corona-Krise geplant und konzipiert, doch bei ihrer Durchführung wurde die Erfahrung der Pandemie einbezogen. Schon jetzt zeigen sich die enorme Anpassungsfähigkeit und das kreative Potenzial unserer Städte. Dieses Potenzial gilt es zu nutzen anstatt nur die Defizite der Städte zu beheben, ist das Plädoyer dieser Ausstellung.

Die Ausstellung urbainable – stadthaltig in der Akademie der Künste am Hanseatenweg in Berlin ist bis zum 22.11.2020 geöffnet: Di–So 11–19 Uhr. Der Kauf eines Zeitfenster-Tickets wird empfohlen: www.adk.de/tickets

 

Publikation urbainable – stadthaltig. Positionen zur europäischen Stadt für das 21. Jahrhundert, herausgeben von Tim Rieniets, Matthias Sauerbruch, Jörn Walter im Auftrag der Akademie der Künste, (Berlin, 2020) Verlag ArchiTangle, 224 Seiten, ca. 315 Abbildungen, ISBN 978-3-96680-009-9, Preis in der Ausstellung 30 €, im Buchhandel 38 €

IFBau-Seminare

Vertiefende Seminare

Mehr Informationen: IFBAU-Seminare im Haus der Architekten

Hinweis: Mit Blick auf die Verbreitung des Coronavirus bitten wir Sie, sich zeitnah beim IFBau und den anderen Organisatoren zu informieren, ob die Seminare und anderen Veranstaltungen stattfinden.


Tag der Architektur – diesmal anders

Einen aus aktuellem Anlass anderen Tag der Architektur gab es am 27. Juni. Statt der traditionellen landesweiten Besichtigungstouren zeigte die Kammer vier aktuelle Videoclips zu beispielhafter Stadtentwicklung. Mit Beiträgen aus Schwetzingen, Heilbronn, Efringen-Kirchen und Weingarten waren alle vier Kammerbezirke zu sehen. 

Interviews mit der international tätigen Stadtplanerin Prof. Dita Leyh sowie mit Kammerpräsident Markus Müller über gute Instrumente zur zeitgemäßen Weiterentwicklung von Städten und Kommunen rundeten das Angebot ab.

Alle gezeigten Video-Clips können Sie hier ansehen.

„Wir bleiben bei dem bewährten Konzept zum Tag der Architektur und stellen bemerkenswerte Orte vor. Wobei nicht nur das eigene Zuhause, sondern auch der öffentliche Raum infolge der Pandemie in einem ganz neuen Licht erscheinen.“

Carmen Mundorff, Geschäftsführerin bei der AKBW

Staatspreis Baukultur vergeben: Innovation und Nachhaltigkeit zusammendenken

Mit dem Staatspreis Baukultur Baden-Württemberg will das Land besonders innovative, beispielhafte und übertragbare Lösungen für die planerischen und baulichen Herausforderungen in den Städten und Gemeinden würdigen und bekannt machen.

Gewinner per Video ausgezeichnet

Am 30. März 2020 wurde der Preis zum zweiten Mal vergeben – zwar nicht bei der geplanten feierlichen Preisverleihung, dennoch im angemessenen und würdigen Rahmen einer Videoübertragung. Die glücklichen Gesichter und den Stolz der Preisträger musste man sich nur dazu vorstellen.

Nach Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut gilt es, Innovation und Nachhaltigkeit zusammenzudenken. Das seien die entscheidende Aufgabe und der Anspruch an eine zukunftsgerechte Entwicklung unseres Landes, unserer Städte und Gemeinden. „Innovation und Nachhaltigkeit sind für mich darum nicht von ungefähr die Eckpfeiler einer zukunftsweisenden und maßgebenden Baukultur“, so die Ministerin bei der Preisverleihung.

Beispielhafte Preisträger

Ein Beispiel dafür ist der zukunftsweisende Wohnungsbau aus Massivholz der Baugemeinschaft MaxAcht in Stuttgart: leimfrei, recyclebar und CO2-neutral. „So sollte Wohnungsbau sein – selbstverständlich, nachhaltig, sozial und in einem dialogischen Prozess entwickelt“, urteilte daher die Jury.

In der Sparte Städtebau und Freiraum siegten die Neuen Landschaften im Neckarbogen (BUGA 2019) in Heilbronn. Was die Jury überzeugte: „Das Planungskonzept zeigt einen beispielhaften Ansatz, wie komplexe Stadträume grundlegend neu ausgerichtet werden können.“

Eine Anerkennung erreichte das Mikrohofhaus in Ludwigsburg in der Sparte „Besondere Projekte der Baukultur“. Die Jury sagte zum Raumwunder auf der Verkehrsinsel, das Mikrohofhaus „fordert zum Nachdenken auf über scheinbare Abstands- und Verkehrsflächen und deren Potential für umfassende gesellschaftliche Herausforderungen“.

Weitere Infos zu den insgesamt acht Preisträgern und 16 Anerkennungen finden Sie hier.

ARCHIKON verschoben

Die Architektenkammer Baden-Württemberg und die Messe Stuttgart haben vereinbart, ARCHIKON, den Landeskongress für Architektur und Stadtentwicklung, in das Frühjahr 2021 zu verschieben. ARCHIKON, der am 31. März 2020 hätte stattfinden sollen, wird nun parallel zur Fachmesse R+T am 25. Februar 2021 veranstaltet.

Zur Pressemitteilung


Ausstellung Home Stories. 100 Jahre, 20 visionäre Interieurs

Unser Zuhause ist Ausdruck unseres Lebensstils, es prägt unseren Alltag und bestimmt unser Wohlbefinden. Mit der Ausstellung »Home Stories. 100 Jahre, 20 visionäre Interieurs« initiiert das Vitra Design Museum eine neue Debatte über das private Interieur, seine Geschichte und seine Zukunftsperspektiven. Die Ausstellung führt den Besucher auf eine Reise in die Vergangenheit und zeigt, wie sich gesellschaftliche, politische und technische Veränderungen der letzten 100 Jahren in unserem Wohnumfeld widerspiegeln. Im Zentrum stehen die großen Zäsuren, die das Design und die Nutzung des westlichen Interieurs geprägt haben – von aktuellen Themen wie knapper werdendem Wohnraum und dem Verschwinden der Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben über die Entdeckung der Loftwohnung in den 1970er Jahren, aber auch dem Siegeszug einer ungezwungeneren Wohnkultur in den 1960ern und dem Einzug moderner Haushaltsgeräte in den 1950ern bis hin zu den ersten offenen Grundrissen der 1920er Jahre. Diese Umbrüche werden anhand von 20 stilbildenden Interieurs veranschaulicht, darunter Entwürfe von Architekten wie Adolf Loos, Finn Juhl, Lina Bo Bardi oder Assemble, Künstlern wie Andy Warhol oder Cecil Beaton sowie der legendären Innenarchitektin Elsie de Wolfe.

bis 28. Februar 2021 im Vitra Design Museum in Weil am Rhein

Seit dem 11. Mai 2020 ist das Museum wieder offen für Besucher; sehens- und lesenswerte Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.

Digitale Initiativen:

“Home Stories: 100 Years, 20 Visionary Interiors” at the Vitra Design Museum (Blick in die Ausstellung)

Opening Talk "Home Stories: 100 Years, 20 Visionary Interiors" 7 February 2020

Digitale Initiative des Vitra Design Museums (PDF)


„Dr. Ursula Broermann-Preis für beispielhaftes barrierefreies Bauen 2019"

„Barrierefreiheit ist uns eine Herzensangelegenheit und eine bedeutende Aufgabe für eine humane Gesellschaft“, betonte Markus Müller, Präsident der Architektenkammer Baden-Württemberg, bei der Ausstellung zum „Dr. Ursula Broermann-Preis für beispielhaftes barrierefreies Bauen 2019".

Um das zu unterstreichen, schenkte die Kammer Dachverband Integratives Planen und Bauen Stuttgart e.V. (DIPB) eine begleitende Ausstellung, die alle Nominierten, inklusive der Preisträger und Projekte mit Würdigung, zeigt.

Wenn Sie die Ausstellung selber gerne zeigen möchten, freuen wir uns. Bitte wenden Sie sich dazu an martina.kirsch@akbw.de.

 

Zur Nachberichterstattung der Ausstellung